Neue Coronaschutzverordnung

Schüler in NRW brauchen ab Freitag nur noch Schülerausweis als Corona-Test-Nachweis

Für Schüler in NRW gibt es ab Freitag es eine wichtige Corona-Änderung. Anlass ist die dann in Kraft tretende Coronaschutzverordnung.

Düsseldorf – Für Schüler in NRW wird das Leben in Corona-Zeiten ab Freitag (20. August) ein bisschen einfacher. An Orten, an denen ein Corona-Test verlangt wird, müssen sie nur noch ihren Schülerausweis vorzeigen. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einer Pressekonferenz am Dienstag (17. August) an. Doch es gibt Ausnahmen.

Corona-Inzidenz in NRW64,5 (Stand 18. August)
Aktuell infizierte Personen18.800
Bislang genesene Personen812.600

Corona in NRW: Schüler brauchen nur noch Schülerausweis statt Test-Nachweis

Der Schülerausweis gilt ab Freitag als Dokument dafür, dass man auf das Coronavirus getestet ist. Grund für diesen Schritt ist, dass Schüler in NRW zweimal in der Woche auf das Coronavirus getestet werden. Diese Tests sind verbindlich für eine Teilnahme am Unterricht. Neben dem Schülerausweis müssen Schüler auch ein amtliches Ausweispapier mitführen (Hier weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Für Kinder, die noch nicht in die Schule gehen, gilt ab Freitag: auch ohne Coronatest sind sie getesteten Personen gleichgestellt. Sie brauchen sich auch nicht testen zu lassen.

Schüler in NRW brauchen außerhalb der Schule keinen Corona-Test mehr

Für Kinder und Jugendliche entfallen damit Corona-Tests außerhalb der Schule. Damit können sie etwa Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime aufsuchen, ohne einen Testnachweis vorzuzeigen. Der Schülerausweis reicht. Dort dürfen auch künftig – unabhängig von der Inzidenz – nur Geimpfte oder Getestete hinein.

Sollte die Inzidenz in NRW an fünf Tagen in Folge den Wert von 35 überschreiten, gilt die Testpflicht in NRW auch an weiteren Orten. Auch hier müssen Schüler dann nur noch den Schülerausweis vorzeigen und brauchen sich nicht außerhalb der Schule testen zu lassen:

  • bei Veranstaltungen in Bildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen,
  • bei Sport- und Wellnessangeboten,
  • bei Veranstaltungen im Freien mit gleichzeitig mehr als 2500 aktiv Teilnehmenden,
  • bei körpernahen Dienstleistungen wie beispielsweise Friseur, Kosmetik, Körperpflege,
  • in der Gastronomie (nur Innenbereich)
  • in Hotels (wobei nach jeweils weiteren vier Tagen ein Test vorzulegen ist).

Doch es gibt eine Ausnahme. Steigt die Inzidenz in NRW über 35, wird an manchen Orten sogar ein PCR-Test fällig. Ein Antigen-Test, wie er in den Schulen gemacht wird, ist dann nicht mehr ausreichend. Und zwar hier:

  • Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen sowie Tanzveranstaltungen, einschließlich privater Feiern mit Tanz, 
  • Bordellen, Prostitutionsstätten, Swingerclubs und ähnlichen Einrichtungen sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen außerhalb von Einrichtungen.

Unklar ist noch, was mit Schülern passiert, die in der Schule positiv getestet werden. In der Coronaschutzverordnung ist nicht explizit erwähnt, ob Schulen dazu verpflichtet sind, diesen Schülern den Schülerausweis dann zwischenzeitlich abzunehmen. Es würde jedenfalls Sinn ergeben.

Corona-Regelung für Schüler läuft vorerst bis zum 17. September

Und was passiert in den Ferien? Immerhin stehen im Oktober bereits die Herbstferien an und in NRW hat vom 11. bis zum 23. Oktober keine Schule geöffnet. Wie die Schülerausweis-Regelung dann aussehen wird, steht noch nicht fest. Die aktuelle NRW-Coronaschutzverordnung läuft nämlich am 17. September aus. Einen Tag später tritt dann eine neue Verordnung in Kraft – wieder für vier Wochen. Erst darin dürfte die Regelung für die Schulferien erwähnt werden.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd, Guido Kirchner/dpa; Collage: RUHR24

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