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NRW: Nicht jeder Job ist für Schüler in den Ferien erlaubt

Die Sommerferien in NRW sind gestartet und einige Kinder sowie Jugendliche nutzen die freie Zeit zum Jobben. RUHR24 fasst zusammen, was es zu beachten gibt.

NRW – Dass viele Schülerinnen und Schüler in den Ferien einen ersten Kontakt in die Arbeitswelt bekommen, findet Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gut. So würden einige auch Ideen für eine mögliche Ausbildung sammeln, wie er in einer Pressemitteilung verdeutlicht. Es läuft allerdings nicht immer alles rund im Ferienjob. Das Jugendarbeitsschutzgesetz steckt Rahmenbedingungen ab.

AnlassSommerferien
BundeslandNRW
Datum 27.Juni bis 09. August 2022

NRW: Job für Schüler in den Ferien – das gilt es zu beachten

Das Land NRW möchte mit dem Gesetz Kinder und Jugendliche vor ungeeigneter Arbeit schützen. Sie dürfen nämlich nicht zu spät, zu früh, zu lang oder zu schwer arbeiten. Auch Arbeiten, die zu gefährlich sind, sind für Schülerinnen und Schüler nicht erlaubt. In Deutschland ist es Kindern grundsätzlich verboten zu arbeiten. Es gibt aber Ausnahmen.

Wer in NRW mindestens 13 Jahre alt ist, darf, wenn die Eltern zustimmen, eine leichte Arbeit aufnehmen. Geeignet sind laut Arbeitsminister Laumann zum Beispiel Zeitungen austragen, Babysitten oder Nachhilfe geben. Maximal 2 Stunden am Tag sind erlaubt.

NRW: Ferienjobs für Jugendliche – das ist erlaubt und das gilt es zu beachten

Schulpflichtige Jugendliche ab 15 Jahren, dürfen in den Ferien an maximal 20 Tagen im Jahr arbeiten. Es gilt allerdings noch mehr zu beachten. In der Woche dürfen es nämlich maximal fünf Tage sein, mit nicht mehr als acht Stunden Arbeitszeit.

Verboten ist es, dass nicht volljährige Jugendliche zwischen 20 Uhr und 6 Uhr arbeiten. Auch Wochenendarbeit oder Beschäftigungen an Feiertagen sind verboten. Für bestimmte Branchen gelten Ausnahmen (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Rasenmähne gehört zu den leichten Arbeiten, die auch schon Kinder erledigen dürfen.

Ferienjobs in NRW diese Ausnahmen gibt es für Jugendliche in bestimmten Branchen

Jugendliche dürfen in Gaststätten, Krankenhäusern oder Altenheimen in NRW auch am Wochenende oder an Feiertagen arbeiten. Schülerinnen und Schüler, die mindestens 16 Jahre alt sind, dürfen in der Gastronomie sogar bis 22 Uhr jobben.

Kinder und Jugendliche dürfen nichts machen, was sie gesundheitlich gefährdet oder überfordert. Deshalb sind zum Beispiel Fließband- oder Akkordarbeiten verboten. Ein Verstoß gegen das Arbeitsgesetz kann bestraft werden. In schweren Fällen können Verstöße als Straftat verfolgt werden.

Für Ferienjobs gelten in NRW unterschiedliche Regelungen.

Jugendliche sind im Ferienjob über den Arbeitgeber unfallversichert. Sie zahlen keine Sozialversicherungs-Abgaben. Allerdings zählt für sie, wenn sie minderjährig sind, nicht der Mindestlohn.

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