Insgesamt 31 Durchsuchungen

Große Razzia gegen Hooligans im Ruhrgebiet: Polizei ermittelt gegen mutmaßliche Schläger - 27 Tatverdächtige

In NRW hat die Polizei Oberhausen am Dienstag mehrere Razzien durchgeführt.
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In NRW hat die Polizei Oberhausen am Dienstag mehrere Razzien durchgeführt.

Die Polizei Oberhausen hatte am Dienstagmorgen (3. März) einen Großeinsatz. In gleich sieben NRW-Städten haben die Einsatzkräfte eine Razzia durchgeführt. 

  • Von den Razzien am frühen Dienstagmorgen waren unter anderem vier Städte aus dem Ruhrgebiet betroffen.
  • Der Hintergrund des Polizeieinsatzes der Polizei Oberhausen war zunächst unklar.
  • Später bestätigte sich der Zusammenhang zur Hooligan-Szene.

Update, Dienstag (3. März), 12.41 Uhr: Ruhrgebiet/NRW - Mittlerweile hat die Polizei Oberhausen bestätigt, dass die Razzia am frühen Dienstagmorgen bei Gewalttätern aus der Hooligan-Szene durchgeführt wurde. Hintergrund sei laut Angaben der Beamten die Massenschlägerei, die Anfang Oktober am Bahnhof Sterkrade in Oberhausen stattgefunden hatte.

Razzia in mehreren NRW-Städten: Polizei trifft auf 27 Tatverdächtige

Nach den darauf folgenden Untersuchungen habe das Amtsgericht Duisburg nun erneut die Durchsuchung der insgesamt 31 Wohnungen von Tatverdächtigen in Oberhausen, Essen, Bochum, Duisburg, Kreis Wesel (Dinslaken und Hünxe) und Kreis Borken (Heiden) angeordnet.

Bei ihrem Einsatz wurden die Oberhausener Ermittler von Polizisten der lokalen Polizeibehörden unterstützt, sodass zeitgleich alle Wohnungen nach Beweismitteln durchsucht werden konnten. "In den Objekten trafen sie insgesamt 27 Tatverdächtige an. Die Männer im Alter von 17 bis 35 Jahren wurden erkennungsdienstlich behandelt und konnten anschließend entlassen werden" teilt die Polizei mit.

Mutmaßliche Schläger aus der Hooligan-Szene: Ermittlung wegen gefährlicher Körperverletzung

Gegen die mutmaßlichen Schläger wird nun wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Bisher identifizierte die Ermittlungskommission bereits mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen, die an der Auseinandersetzung am Sterkrader Bahnhof beteiligt gewesen sein sollen.

Erstmeldung, Dienstag (3. März), 10.39 Uhr: Der Dienstag (3. März) startete in gleich mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen mit einer Razzia der Polizei Oberhausen. In Oberhausen, Essen, Wesel, Bochum, Borken und Duisburg haben die Einsatzkräfte insgesamt 31 Objekte durchsucht. Welches Ziel die Durchsuchungen in NRW  konkret hatten, ist bislang nicht eindeutig bestätigt, berichtet RUHR24.de*.

Polizei führt Razzia unter anderem in Ruhrgebiets-Städten durch

  • Oberhausen (20)
  • Essen (6)
  • Wesel (2)
  • Bochum (1)
  • Borken (1)
  • Duisburg (1)

Laut WDR-Informationen könnten die durchgeführten Razzien jedoch im Zusammenhang mit gewalttätigen Personen aus der Fußballhooligan-Szene stehen. Bestätigt wurde diese Vermutung vonseiten der Polizei bislang jedoch nicht. Weitere Details werde die Polizei Oberhausen in einer späteren Meldung bekannt geben, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung zu dem Einsatz.

Hintergrund der Razzia in NRW: Personen aus der Hooligan-Szene?

Zunächst müsse abgewartet werden, bis die Einsatzkräfte die Gebäude gesichert hätten, so ein Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Weitere Maßnahmen könnten sich daran anschließen.

Dass der groß angelegte Polizeieinsatz tatsächlich etwas mit der Hooligan-Szene zu tun haben könnte, liegt nahe. In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Schlägereien zwischen Fußballhooligans, bei denen auch Unbeteiligte in Gefahr gerieten. Bereits im Oktober 2019 führte die Polizei Oberhausen in mehreren Städten in NRW Razzien durch. Die Beamten stellten damals unter anderem etliches Beweismaterial sicher. mit dpa-Material

Wir berichten weiter.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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