Akzente mit Wasser und Farben

Bochum: Zentraler Platz verändert sich radikal und bekommt „Wolken“

Der Husemannplatz in Bochum ist ein zentraler Ort, auf dem bei guten Wetter viele Menschen unterwegs sind. Jetzt bekommt das Monopol ein Upgrade.

Bochum – Das letzte Mal, dass sich der Husemannplatz baulich verändert hat, ist fast 40 Jahre her. Allerhöchste Zeit, dass sich was tut, dachte wohl auch die Stadt Bochum.

OrtHusemannplatz Bochum
Letzte Umgestaltung1984
Fertigstellung des Umbausvoraussichtlich 2025

Bochum: Upgrade für zentralen Platz – Wolken helfen dabei

Damit der alte Platz in Bochum zu Ehren von Fritz Husemann ein neues Gewand bekommen kann, müssen die alten „Lasten“ erst mal weichen. Auf Deutsch gesagt: Alle Dinge, die momentan auf dem Platz in Bochum stehen, werden abgerissen oder umgesiedelt. Dafür entstehen neue Attraktionen, wie etwa eine blaue und eine grüne Wolke. Was ist aber damit gemeint?

Die „grüne Wolke“ auf Englisch „Green Cloud“ ist ein neuer grüner Pavillon auf dem Husemannplatz. Es handelt sich um ein begrüntes Haus, wo zum Beispiel ein neues Café einziehen könnte. Die „Blue Cloud“, also sogenannte blaue Wolke, dagegen bildet eine Art Insel mit Licht- und Wasserinstallationen. Beide Wolken sollen den Platz aufhübschen und mehr Menschen in die Stadt im Ruhrgebiet ziehen. Dazu später mehr.

Bochum: Husemannplatz wird komplett umgestaltet – Bauarbeiten beginnen schon 2023

Anfangen sollen die Umbauarbeiten in Bochums Innenstadt im Frühjahr 2023, wenn es bis dahin eine offizielle Baugenehmigung gibt. Ziel ist es, den Platz aufzuräumen und attraktiver für Besucher zu machen.

Die Stadt Bochum hat sich mit dem Bauvorhaben zum Ziel gesetzt, dass der Husemannplatz in Zukunft eine Brücke schlägt zwischen der alten Innenstadt und den neuen Gebäuden an der Victoriastraße.

Bochum: „Wolken“ sollen den Husemannplatz attraktiver zu machen

Highlight der neuen Fläche in Bochum sollen die bereits erwähnte „Green“ und die „Blue Cloud“ werden. Bei der grünen Wolke handelt es sich um ein begrüntes Gebäude mit Café, Spielplatz, öffentlichen Toiletten und Zugang zur Tiefgarage.

Die blaue Wolke wird ein digitales Wasserspiel mit Wasserfläche und Nebeldüsen, zur Abkühlung an heißen Tagen. Besonders cool: Das Wasserspiel wird durch verschiedene bunte Lichter angestrahlt (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Der Husemannplatz in Bochum soll „Green-“ und „Blue-“Clouds bekommen.

Bochum: Umbau von Husemannplatz in Millionenhöhe

Der Husemannplatz in Bochum wird mit 18 neuen Bäumen bepflanzt, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt. Auch neue Bänke sind geplant. Der Jobsiadebrunnen bleibt, bekommt aber einen neuen Platz, genauso wie der Gedenkort für Fritz Husemann.

Das Bochumer Projekt soll zwei Jahre dauern und acht Millionen Euro kosten. „Wir werden einen wunderschönen, hochwertigen und modernen Platz für die Bochumerinnen und Bochumer bauen, der viele Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten in sich harmonisch vereint“, so Dr. Markus Bradtke, Stadtbaurat in Bochum. Er hatte die Pläne am Mittwoch (11. Mai) vorgestellt.

Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke hat am 11. Mai in Bochum die Pläne für den neuen Husemannplatz vorgestellt.

Ob die Neugestaltung des Husemannplatzes in Bochum jedoch tatsächlich so kommen wird, ist noch nicht in trockenen Tüchern. Nachdem die Pläne von Stadtbaurat Bradtke vorgestellt wurden, beraten sich nun die politischen Gremien. Mitte Juni soll dann jedoch eine finale Entscheidung fallen.

NRW: Bochum investiert Millionen und riskiert Loch in der Stadt-Kasse

Die Stadt Bochum ist seit Jahren verschuldet, größere Projekte wie die Umgestaltung des Husemannplatzes könnten das Loch in der Stadtkasse vergrößern. Es handelt sich dabei längst nicht um das einzige größere Bauvorhaben der Stadt in den nächsten Jahren.

Zum Beispiel plant Bochum, das Bermuda Dreieck zu erweitern. Allein dieses Vorhaben und die Neugestaltung vom Husemannplatz kosten die Stadt Millionen. Ganz richtig schreibt die Stadt also auf ihrer Homepage: „Es muss davon ausgegangen werden, dass die Stadt Bochum auf absehbare Zeit Schuldner am Kreditmarkt bleiben wird.“

Rubriklistenbild: © Stadt Bochum

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