Zur IGA 2027

Ruhrgebiet: Neuer Mega-Fahrradweg zwischen Duisburg und Dortmund soll kommen

Das Ruhrgebiet soll zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) einen neuen Radweg bekommen. Die Planer greifen dafür allerdings in die Trickkiste.

Dortmund – Das große Radweg-Projekt im Ruhrgebiet ist zwar der RS1, doch bis 2027 könnte das Revier eine weitere Mega-Fahrradroute bekommen. Sie soll fünf Städte zwischen Duisburg, Dortmund und Bergkamen miteinander verbinden.

AnlassInternationale Gartenschau (IGA) 2027
OrtRuhrgebiet
Städte (u.a.)Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen

Ruhrgebiet: Neuer Radweg von Duisburg nach Bergkamen soll kommen

Doch es gibt einen kleinen, aber feinen Haken: Die Radwege für diese neue Route sind größtenteils bereits vorhanden – was das Projekt damit zwar günstig aber dafür auch zur kleinen Mogelpackung macht. Die meisten dieser vorhandenen Radwege werden schon jetzt unter anderem vom Regionalverband Ruhr (RVR) und der Emschergenossenschaft geführt.

Konkret geht es um eine Route von Duisburg nach Bergkamen und Lünen über Gelsenkirchen, Dortmund und Castrop-Rauxel/Recklinghausen – was einer Länge von rund 80 Kilometern entspricht.

Fünf vom Radweg verbundene Städte sind Teil der Internationalen Gartenschau 2027 im Ruhrgebiet

Die fünf Orte sind nicht zufällig gewählt. Sie sind Standorte der Internationalen Gartenschau (IGA), die 2027 im Ruhrgebiet stattfindet. In Dortmund soll zum Beispiel ein komplett neues Areal zwischen Rheinischer Straße und dem Deusenberg entstehen.

Die IGA Metropole Ruhr 2027 – so heißt das Event offiziell – wird die erste dezentrale Internationale Gartenausstellung, die es je gegeben hat. Daher die verschiedenen Standorte.

Jede der fünf genannten Städte soll bis spätestens 2027 einen sogenannten eintrittspflichtigen „Zukunftsgarten“ bekommen, in dem die IGA stattfindet. Radfahrer, die die Route zu den Zukunftsgärten benutzen wollen, sollen bis 2027 durch neue Lückenschlüsse durchgehend darauf fahren können.

Ruhrgebiet: Orte der IGA 2027 sollen über Radweg miteinander verbunden werden

Auch Parks und weitere Ausstellungsstandorte der IGA könnten bis 2027 an den großen IGA-Radweg angebunden und damit besser für Radler erschlossen werden.

Wolkenspielplatz und Haldensprung: So sollen die IGA-Zukunftsgärten von „Emscher Nordwärts“ in Dortmund aussehen.

Noch ist aber nichts beschlossen. Der IGA-Radweg ist bislang nur ein Vorschlag des IGA-Beirats. Ebenjener Beirat macht sich zudem für 13 einzelne Radwege-Projekte im Ruhrgebiet stark, die das bereits bestehende Radwegenetz im Ruhrgebiet ergänzen und aufwerten sollen. Und zwar diese:

Stadt / GebietProjekt
Hattingen/Herdecke/Wetter/
Witten/HagenRuhrband – Ruhrtal-Radweg
Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal/
Wetter/HagenVon Ruhr zur Wupper Teilprojekte in Gevelsberg, Wetter, Ennepetal
GelsenkirchenEmscherpromenade zwischen ZKG Nordsternpark und Stadtgrenze Herten/Herne
Oer-Erkenschwick/Castrop-Rauxel/Datteln/RecklinghausenKönig-Ludwig-Trasse III. BA
Herten/RecklinghausenEmscherweg „Alte Bahntrasse“ Verbindung Hoheward - Emscher
Herten/RecklinghausenTunnelöffnung Hoheward
WaltropKanal Vita[l]
DuisburgAnschluss des Kaiserbergparks, Universität und Zoo an den RS1
Essen/BottropRadwegeverbindung Ost-West/Rhein-Herne-Kanal
Dortmund/LünenVerlängerung Hoesch-Hafenbahnweg bis zum Leezenpatt in 
Lünen-Horstmar
Dinslaken/Kreis WeselZechenbahn Lohberg
DortmundLückenschlüsse zum Zukunftsgarten Dortmund
DuisburgAnbindung RheinPark an RS1

„Mit der Internationalen Gartenschau wollen wir auch Impulse bei der Radwegeentwicklung in der Region setzen und Projekten, die bereits in der Planung sind, einen zusätzlichen Schub verleihen“, sagt Uwe Tietz, Leiter der Kreisentwicklung. „Die Idee eines IGA-Radweges passt hervorragend zum nachhaltigen Ansatz der Gartenschau.“

Rubriklistenbild: © wbp Landschaftsarchitekten

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