Landgericht

NRW: 17-Jährige wirft Baby ins Gebüsch – Zeugen hören das Wimmern

Landgericht Düsseldorf
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Die Aufschrift „Landgericht Düsseldorf“ steht am Gebäude des Landgerichts.

Eine Schülerin aus NRW (17) ist schuldig gesprochen worden. Sie warf ihr Baby in ein Gebüsch.

Düsseldorf – Eine 17-jährige Schülerin aus Düsseldorf hat ihr eigenes Baby über einen Zaun in ein Gebüsch geworfen. Über diesen Fall hat nun das Landgericht Düsseldorf entschieden. Die Schülerin wurde schuldig gesprochen. Sie wurde wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Eine Haftstrafe hat das Gericht nicht erlassen.

NRW-Schülerin hatte traurigen Grund für die Tat – Gericht verhängt bestimmte Auflagen

Das Gericht hat in dem Jugendstrafverfahren zwei Auflagen für die Schülerin verhängt. Sie müsse jetzt in eine Wohngruppe umziehen und Erziehungshilfe für sich in Anspruch nehmen. Die Wohngruppe solle ihr die Jugendgerichtshilfe zuweisen (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Den Grund für die Tat hat die Schülerin aus NRW im Prozess gestanden. Nach eigener Aussage vor Gericht hatte sie Angst, die Schwangerschaft vor ihren Eltern zu gestehen. Die Beziehung zu ihrem Freund hatte die 17-Jährige ebenfalls geheim gehalten. Die Eltern der Schülerin hätten die Partnerschaft nicht toleriert.

NRW: Verzweifelte Tat der Schülerin – eigenes Baby ins Gebüsch geworfen

Das Baby der 17-jährigen Schülerin sei im August 2021 zur Welt gekommen. Nach der Geburt habe sie den Säugling in Düsseldorf über einen meterhohen Zaun in ein Gebüsch geschmissen. Aufmerksame Anwohner sollen das Wimmern des Neugeborenen wahrgenommen und den Notarzt alarmiert haben. Das Baby sei stark unterkühlt gewesen, konnte aber gerettet werden.

Das Jugendamt hat danach die Obhut des Neugeborenen übernommen. Mittlerweile lebt es in einer Pflegefamilie. Die 17-jährige Schülerin habe einer Adoption zugestimmt. Eine Gutachterin hat bei der Jugendlichen zwar eine Intelligenzminderung festgestellt, sie aber trotzdem für schuldfähig gehalten. Der Gerichtsprozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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