Temporärer Kirmes-Spaß

Pop-up-Freizeitparks kommen im Sommer 2021 in diese NRW-Städte – mehr Besucher erlaubt

Der Freizeitpark "Fundomio" an der Westfalenhalle Dortmund.
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In NRW finden im Sommer 2021 wieder einige Pop-up-Freizeitparks statt.

Im Sommer soll in vielen NRW-Städten Spaß auf dem Rummel wieder möglich sein. 2021 sind erneut Pop-up-Freizeitparks geplant. Es sind auch mehr Besucher erlaubt.

NRW – Im vergangenen Jahr haben sich mobile Freizeitparks in Nordrhein-Westfalen großer Beliebtheit erfreut. Aus der Not heraus war es den Schaustellern in einigen Städten gelungen, temporären Kirmes-Spaß auf die Beine zu stellen. Aufgrund der Corona-Pandemie* mussten viele große Volksfeste und Rummel in NRW abgesagt werden, berichtet RUHR24*.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2020)
LandeshauptstadtDüsseldorf

Niedrige Corona-Inzidenzen in NRW: Regeln zur Eindämmung der Pandemie gelten weiter

Und obwohl alle Kreise und Städte in NRW* mittlerweile stabil unter einer Corona-Inzidenz von 35 liegen (Stand 25. Juni), hält das Land auch in diesem Jahr an den strengen Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Krise fest. Die Coronaschutzverordnung in NRW wurde deshalb am Freitag (25. Juni) nahezu unverändert vorerst bis zum 8. Juli verlängert (mehr Corona-Nachrichten aus NRW* bei RUHR24).

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) rechtfertigte dieses Vorgehen bei einer Pressekonferenz am Donnerstag (24. Juni) wie folgt: „Wir müssen aber nach wie vor wachsam sein: Mit Blick auf die Delta-Variante und die Entwicklung in anderen Ländern wollen wir die nächsten zwei Wochen beobachten, bevor wir über mögliche weitergehende Anpassungen entscheiden.“

Wegen Corona: Cranger Kirmes wurde abgesagt – keine Alternative in Herne

Unter anderem für die Cranger Kirmes in Herne bedeutet dies auch im Sommer 2021 eine Absage*. Die Stadt hatte angesichts der niedrigen Inzidenzen noch versucht, einen Ersatz für das beliebte Volksfest zu finden. Eine Einigung mit dem Land konnte jedoch nicht erreicht werden. Nur einzelne Schausteller werden den Sommer über mit Verkaufsständen verteilt im Stadtgebiet stehen.

In Bochum sieht es ähnlich aus. Der Weihnachtsmarkt 2019 war die letzte Großveranstaltung in der Innenstadt. Wie die WAZ berichtet, betreiben die Schausteller – wie schon im Sommer und Herbst 2020 – immerhin eine Art Mini-Kirmes. Im zweiwöchigen Wechsel gibt es in Bochum und Wattenscheid Stände, an denen Reibekuchen, Bratwurst, Crêpes und anderen Leckereien angeboten werden.

Pop-up-Freizeitparks in NRW: Dortmund plant Kirmes an einem neuen Standort

Gute Nachrichten gibt es hingegen aus Dortmund. In der Ruhrgebietsstadt wird es wieder einen Pop-up-Freizeitpark geben. Im Sommer 2020 hatte die temporäre Kirmes unter dem Namen „FunDomio“ an den Westfalenhallen stattgefunden.

Video: NRW könnte ab Spätsommer wieder Volksfeste feiern

In diesem Jahr darf die Sommer-Kirmes in Dortmund wieder stattfinden – aber unter einem anderen Namen*. Für die Neuauflage „freDOlino“ hat sich der Dortmunder Schaustellerverein Rote Erde e.V. ein neues Konzept sowie einen neuen Standort überlegt. Am Festplatz an der Eberstraße in der Nordstadt soll die Veranstaltung wieder mehr an eine traditionelle Kirmes als an einen Freizeitpark erinnern, heißt es vonseiten der Schausteller.

NRW erlaubt mehr Besucher in Pop-up-Freizeitparks: Schausteller profitieren von Regelung

Gesundheitsminister Laumann hatte am Donnerstag erklärt, dass die angepasste Coronaschutzverordnung eine neue Obergrenze für Besuche in Freizeitparks vorsieht. Statt einer Person pro 20 Quadratmeter ist nun eine Person pro 10 Quadratmeter erlaubt. Das sei auch eine große Bitte der Schausteller mit Blick auf mobile Freizeitparks gewesen, so der Politiker weiter.

Die Pop-up-Freizeitparks dürfen nur unter strengen Corona-Regeln öffnen.

Von dieser neuen Regelung dürfte die NRW-Stadt Ennepetal profitieren. Wie schon im vergangenen Jahr soll es dort ebenfalls eine Alternative zur großen Voerder Kirmes geben. Auf der Freifläche neben dem Industriemuseum findet ab Freitag (25. Juni) vier Tage lang der „Altenvoerder Kirmespark“ statt. Für den Besuch des Pop-up-Freizeitparks müssen sich Gäste laut den Angaben des Veranstalters vorab über ein Formular registrieren.

Mehrere Pop-up-Freizeitparks in NRW: Unter anderem Wuppertal und Minden machen mit

In Wuppertal eröffnet am Freitag (25. Juni) der „Wuppertaler Freizeitspaß“. Für gerade einmal einen Euro Eintritt können Besucher am Stadion am Zoo bis zum 11. Juli Kirmes-Feeling erleben. Dafür haben die Wuppertaler Schausteller 35 Fahrgeschäfte für den Pop-up-Freizeitpark organisiert. Wegen der niedrigen Inzidenz ist ein Corona-Test für den Besuch der temporären Kirmes nicht nötig. Auf dem Gelände gilt jedoch Maskenpflicht.

Im Juli soll außerdem wieder in Minden der „Kirmes Park Weser“ stattfinden. Die Stadt im Nordosten von NRW will den temporären Freizeitpark ebenfalls unter strengen Corona-Regeln stattfinden lassen. Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen, eine Maskenpflicht an den Ständen, Fahrgeschäften und im Sanitärbereich gilt auch hier. Die Kirmes findet vom 9. Juli bis 1. August auf dem Festplatz Kanzlers Weide statt.

Auch in Hückelhoven im Kreis Heinsberg (NRW) dürfen sich Bürger über Kirmes-Spaß auf Zeit freuen. Noch bis zum 27. Juni (Sonntag) gibt es auf dem ehemaligen Zechengelände an Schacht 3 beim Pop-up-Freizeitpark jede Menge Karussells und Fressbuden.

Große Volksfeste in NRW: Rheinkirmes in Düsseldorf wird nicht stattfinden

Übrigens: Große Rummel und Volksfeste mit bis zu 1000 Besuchern sollen laut der aktuellen Coronaschutzverordnung in NRW bereits ab dem 27. August wieder erlaubt werden. Bislang sollte der Startschuss am 1. September sein. Unter anderem für die große Rheinkirmes in Düsseldorf ändert das allerdings nicht. Das Volksfest wurde bereits Ende April abgesagt. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.