Polizei warnt vor Modedroge

NRW: Illegales Liquid für E-Zigarette bringt Jugendliche ins Krankenhaus

Die Polizei in NRW warnt vor der Droge „Spice“. Drei Jugendliche mussten zuletzt ins Krankenhaus.

Duisburg – Die Tütchen mit den bunten Motiven sehen ungefährlich aus, der Inhalt der sogenannten Kräutermischungen hat es jedoch in sich: Mittlerweile wird die Modedroge „Spice“ (deutsch: Gewürz) auch als Flüssigkeit für E-Zigaretten verkauft. Doch der Konsum des illegalen Rauschgifts kann üble Folgen haben, zeigt ein Fall aus NRW.

StadtDuisburg
Einwohner500.000 (2020)
BundeslandNordrhein-Westfalen

Polizei NRW warnt vor Droge „Spice“: Jugendliche landen im Krankenhaus

Vergangene Woche mussten drei Jugendliche aus Duisburg mit teils lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Die 15- bis 17-Jährigen hatten zuvor das verbotene „Spice“ in einer Ampulle bekommen und mit einer E-Zigarette geraucht. Die Fläschchen mit den verunreinigten Drogen sollen in Duisburg-Walsum verteilt worden sein (alle News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24).

Doch anstatt der gewünschten Wirkung – einem Cannabis-ähnlichen Rausch – mussten die Jugendlichen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach Angaben der Polizei klagten sie über Übelkeit. Ärzte stellten jedoch auch „lebensgefährliche Beeinträchtigungen der inneren Organe“ fest, schreiben die Beamten am Montag (14. Februar). Welche das genau waren, präzisierte die Polizei nicht.

Drogen in NRW: Kräutermischungen wie „Spice“ werden illegal gehandelt

Doch was steckt hinter den illegalen Kräutermischungen? Das wissen die Konsumenten meist selbst nicht. Denn „Spice“ wird illegal gehandelt und in unterschiedlichen Zusammensetzungen und Konsistenzen angeboten.

Laut der Drogenhilfe Köln soll „Spice“ ähnlich wie Cannabis wirken, jedoch deutlich schneller und intensiver. Grundlage der verbotenen Kräutermischungen oder Liquids sind künstliche Cannabinoide. Sie wirken psychotrop, nehmen also Einfluss auf die menschliche Psyche. So können sie das Bewusstsein erweitern und einen Rausch bewirken.

Modedroge „Spice“ in NRW: Ehemalige „Legal Highs“ seit 2009 verboten

Seit 2009 sind die zuvor als „Legal Highs“ bekannt gewordenen Kräutermischungen wie „Spice“ verboten. Denn die bei Jugendlichen beliebte Droge kann üble Folgen haben: Wer sie raucht, kann sich teils kaum auf den Beinen halten. Auch Ohnmacht und Psychosen sind möglich. Nicht nur aus den USA wird zudem von Überdosen berichtet.

In den USA sind viele Menschen von synthetischem Marihuana abhängig.

Im Jahr 2015 starben in Deutschland laut Bundeskriminalamt allein 39 Menschen nach dem Konsum dieser illegalen Drogen. Die Jugendlichen in Duisburg hatten offenbar noch Glück. Die Polizei mahnt: „Die Experten warnen aufgrund der hohen Gesundheitsgefährdung eindringlich vor dem Konsum dieser Substanzen!“

Rubriklistenbild: © Spencer Platt/AFP

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