20 Personen beteiligt

NRW: Schlägerei unter Nachbarn endet mit Messerangriff – Auslöser ist banal

Ein Streit unter Nachbarn kann schon mal vorkommen. In Hagen in Nordrhein-Westfalen eskalierte so eine Auseinandersetzung allerdings.

Hagen – Am Donnerstag (14. Oktober) ist ein Streit zwischen Anwohnern in einem Neubaugebiet in Hagen in Nordrhein-Westfalen eskaliert. Am Ende wurde ein 30-jähriger Mann mit Messerstichen verletzt.

Hagen (NRW): Streit um Parkplatz in der Nachbarschaft endet mit Messerstichen

Angefangen habe der Vorfall mit einer rein verbalen Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern in einem Neubaugebiet im Walnussweg. Daran seien vier Männer aus zwei benachbarten Familien beteiligt gewesen, wie die Staatsanwaltschaft Hagen mitteilt. Der kuriose Grund für den Streit: Eine Diskussion über die Parksituation im Wohngebiet.

Die beiden Parteien waren sich bei ihrem Gespräch offenbar nicht einig, denn gegen 20.35 Uhr sei es auch zur einer Schlägerei unter mehreren Beteiligten des Streits gekommen. Bei den vier beteiligten Männern sei es dabei nicht geblieben.

Denn schnell seien auch weitere Angehörige der beiden Familien dazustoßen. Als die inzwischen alarmierte Polizei am Walnussweg eintraf, seien die Beamten auf 20 Personen gestoßen, die mittlerweile an der Schlägerei beteiligt waren (mehr zu Kriminalität in NRW bei RUHR24 lesen).

Streit in NRW eskaliert völlig: 20 Personen prügeln sich wegen Parkplätzen

Zunächst hätten die Beamten der Polizei Hagen deeskalierend auf die Personen eingeredet und die Lage unter Kontrolle gebracht. Die vier hauptbeteiligten Männer (29, 30, 40 und 42 Jahre alt), sollen allesamt leichte Verletzungen aufgewiesen haben. Sie mussten durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht werden.

Außerdem wurden bei einem 30-jährigen Mann oberflächliche Schnittverletzungen festgestellt. Wie die Polizei berichtet, wurden zwei der Hauptbeteiligten vorläufig festgenommen und ein Küchenmesser sichergestellt. Ob die Schnittverletzungen dadurch verursacht wurden, ist nicht bekannt.

Weitere Ermittlungen in dem Fall obliegen nicht der Polizei Hagen, sondern dem Polizeipräsidium in Wuppertal. Der Grund: Einer der am Streit beteiligten Männer arbeitet als Polizeivollzugsbeamter beim Polizeipräsidium Hagen. Aus Neutralitätsgründen wird die Ermittlung daher der Polizei Wuppertal übergeben.

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger/dpa

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