Kein Einzelfall

Mann aus NRW verliert fünfstelligen Betrag – weil er denkt, seine Familie hätte Corona

Ein Mann aus Iserlohn (NRW) wurde mit einer dreisten Corona-Masche um eine fünfstellige Summe gebracht. Dabei wollte er nur helfen und schlimmeres verhindern.

Iserlohn – Mit einer fiesen Corona-Masche brachten Kriminelle in NRW einen Mann um sein Erspartes. Sie gaben vor, die ganze Familie sei schwer an Covid-19 erkrankt.

StadtIserlohn
KreisMärkischer Kreis
BundeslandNordrhein-Westfalen

NRW: Mann in Iserlohn erhält schockierenden Anruf – Familie sei schwer an Corona erkrankt

Es war für den betroffenen Iserlohner (84) wohl ein regelrechter Schock-Anruf. Am anderen Ende der Leitung weinte eine angebliche Angehörige. Die ganze Familie sei schwer an Corona erkrankt und sie benötigen dringend Geld. Sonst würden alle sterben.

Der Mann versuchte nach dem Gespräch Verwandte zu erreichen, um sich über die Schreckens-Nachricht zu vergewissern. Erreichte jedoch niemanden. Da folgte schon der nächste Anruf der Betrügerin.

Dreister Corona-Betrug in NRW: Iserlohner verliert fünfstellige Summe

Sie erhöhte den Druck auf den Senior und betonte laut Polizei-Mitteilung, dass sie dringend sehr schnell und sehr viel Geld benötige. Schlussendlich gab der Senior dem Druck nach, vermutlich aus Angst um seine Verwandten. Ihm wurde erklärt, dass eine Frau das Geld abholen werde.

Er suchte seine Ersparnisse zusammen und übergab der Komplizin eine fünfstellige Summe. Erst jetzt erreicht er schließlich einen wirklichen Verwandten – der Schwindel fliegt auf. „Da ist die Frau bereits über alle Berge“, schreibt die Polizei. Die Ermittlungen sind aufgenommen.

NRW: Polizei warnte nur einen Tag zuvor vor dreisten Schock-Anrufen

Nur einen Tag vor diesem dreisten Betrug warnte die Polizei im Märkischen Kreis bereits vor einer regelrechten Welle an Schock-Anrufen. Aus fast allen Orten im Kreis meldeten sich Senioren mit einer ähnlichen Geschichte (mehr News rund um Kriminalität in NRW bei RUHR24).

Angebliche Söhne, Töchter, Nichten oder Enkel hätten sich mit einer schrecklichen Geschichte gemeldet. „Oft unter Tränen erzählen sie ihre Lügengeschichte: Sie seien akut lebensgefährlich an Corona erkrankt und bräuchten sofort mehrere zehntausend Euro für Medikamente“, schreibt die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis.

Rubriklistenbild: © Arno Burgi/dpa; Collage: RUHR24

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