Unfassbare Szenen

NRW: Junge misshandelt Hundewelpen brutal – Ermittlungen gegen Vater laufen

Polizei Hunde Welpe
+
Ein Junge aus NRW hat einen Hundewelpen grausam gequält.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis in NRW hat ein Junge am offenen Fenster einen Hundewelpen misshandelt. Die Polizei ermittelt jetzt gegen den Vater.

Schwelm/NRW – Am Dienstagabend (20. April) haben Anwohner der Loher Straße in Schwelm bei Wuppertal furchtbare Szenen beobachtet. Wie die Polizei mitteilt, hat ein Kleinkind einen Welpen offensichtlich gequält.

NRW: Hundewelpe gequält - Junge aus Schwelm schlägt Tier gegen Fenster

Gegen 19.30 Uhr sollen Zeugen beobachtet haben, wie der Junge den Welpen an die Fensterscheibe hielt und mehrfach mit den Fäusten gegen den Kopf des Tieres schlug. Die Anwohner informierten daraufhin die Polizei in Schwelm (NRW). Der Junge soll den Hund sogar weggeworfen haben, als er die Zeugen bemerkte, berichtet Bild.

Als die Beamten bei der betroffenen Wohnung ankamen und nach dem Hund fragten, wurde dieser laut Mitteilung auf Gerümpel in der Duschkabine gefunden. Der Hund soll gezittert und, wahrscheinlich aus Angst und direkt auf den Boden uriniert haben, als die Polizei ihn aus der Kabine holte.

In der Wohnung befanden sich der fünfjährige Junge und sein 57-jähriger Vater – und offenbar war keiner der beiden Besitzer des Welpen.

Besitzerin von Hundewelpe nicht da: Polizei NRW nimmt Tier in Obhut

Der 57-Jährige gab nämlich gegenüber der Polizei an, dass sich die Besitzerin des Hundes und der Wohnung derzeit im Ausland befinde. Er würde lediglich auf Tier und Wohnung aufpassen. In der Wohnung wollten die Beamten den Welpen aber nicht lassen. Stattdessen hat die Polizei Kontakt mit dem Ordnungs- und Veterinäramt aufgenommen. Der Hund wurde sichergestellt.

Video: Hunde als Gebärmaschinen – so leiden die Hunde der illegalen Welpenhändler

Vorerst kam der Welpe bei einer Polizeibeamtin unter. Wo er zukünftig leben wird und ob seine Besitzerin ihn überhaupt zurückbekommen kann, darüber sollen die Ordnungsbehörden entscheiden. Parallel dazu laufen Ermittlungen gegen den 57-jährigen Vater des Jungen. Er ist für die Handlungen seines Kindes verantwortlich und muss sich womöglich wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten.

Polizei NRW hat immer wieder mit Welpen zu tun: Haustier-Handel boomt

Beamte der Polizei NRW haben öfters mit Hundewelpen zu tun. Mit ihnen wird oft illegaler Handel betrieben. Die Tiere werden dabei teilweise mehrere Stunden in kleinen Kisten transportiert und auf Parkplätzen oder im Internet verkauft. Davor warnt die Polizei immer wieder. Wegen der Corona-Krise boomt das Geschäft mit Hunden und anderen Haustieren erst recht.

Wer sich – nach sorgfältiger Überlegung – ein Haustier anschaffen möchte, sollte sich beispielsweise an örtliche Tierheime wenden. Diese empfangen zwar aufgrund der Pandemie keine Besucher, viele vermitteln aber telefonisch oder nach vorheriger Terminabsprache.