Unfassbare Taten

Vertuschungs-Strategie: Mutter aus dem Ruhrgebiet gibt Tochter (16) und Baby extreme Medikamente

Eine Mutter aus NRW wird beschuldigt, ihrer Tochter (16) und ihrem Baby harte Medikamente gegeben zu haben.

Herne – Die Vorwürfe, die aktuell gegen eine 43-jährige Frau aus NRW erhoben werden, haben es in sich. Die Hernerin soll ihren Kindern starke Medikamente verabreicht haben, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken.

StadtHerne
LandNRW
Anklage wegenGefährlicher Körperverletzung, u.a.

NRW: Frau aus Herne verabreicht Kindern offenbar starke Medikamente, um Geheimnis zu wahren

Seit Donnerstag (5. August) steht die drogenabhängige Frau vor Gericht, schweigt aber bislang zu den Vorwürfen. In der Anklage heißt es, die Hernerin habe bei Arztbesuchen Urin ihrer Tochter (16) abgegeben. Damit hätte sie verschleiern wollen, dass sie noch Heroin nimmt (hier weitere News zum Thema Kriminalität in NRW bei RUHR24 lesen).

Um den Bluff nicht auffliegen zu lassen, gab die Frau ihrer Tochter allerdings Methadon. Der Stoff wird heroinabhängigen Menschen als Ersatzmittel gegeben. Es hat eine stark schmerzlindernde Wirkung ohne starke Rauschzustände zu erzeugen.

Herne: Frau aus NRW soll Baby 14 Mal Medikament gespritzt haben

Nicht weniger heftig ist ein weiterer Vorwurf, bei dem das Baby (elf Monate) der Frau im Mittelpunkt steht. Die Hernerin soll dem Kleinkind verbotenerweise 14 Mal ein Medikament zur Behandlung von Antikörpermangelerscheinungen gespritzt haben.

Kontrollierte Methadon-Abgabestellen gibt es zum Beispiel beim Gesundheitsamt Dortmund – als Ersatzmittel für Heroin.

Die Vorwürfe waren nach einem Termin in der Kinderschutzambulanz bekannt geworden. Die 16-jährige Tochter hatte ebenfalls schwere Vorwürfe erhoben. Demnach soll sich ihre Mutter auch Rezepte erschlichen haben.

Drogenersatz für Kinder: Frau aus Herne (NRW) sitzt seit Februar in Untersuchungshaft

Die Frau aus Herne sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Ihre sechs Kinder sind laut Staatsanwaltschaft in die Obhut des Jugendamtes genommen worden. Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung und unerlaubte Verabreichung von Betäubungsmitteln. mit dpa-Material

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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