Dramatischer Einsatz

Mordversuch in NRW: SUV-Fahrer rast auf Frau zu – Polizei macht schlimme Entdeckung

Blaulicht Polizei Unfall
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In Wesel ist ein Mann auf der Flucht vor der Polizei auf eine Radfahrerin zugefahren (Symbolfoto).

In Wesel (NRW) hat ein SUV-Fahrer auf der Flucht vor der Polizei beinahe eine Radfahrerin überfahren. Die Frau konnte sich durch einen beherzten Sprung retten.

Wesel/Duisburg – Aus einer Verkehrskontrolle in Wesel nördlich von Duisburg (alle News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de*) wurde am Dienstag (12. Januar) ein dramatischer Einsatz. Auf der Flucht vor der Polizei hätte ein Mann fast eine Radfahrerin überfahren. Jetzt wird gegen ihn wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt, berichtet RUHR24.de*.

Stadt:Wesel
Einwohner:60.230 (2019)
Bürgermeisterin:Ulrike Westkamp (SPD)

Dramatischer Einsatz in Wesel: SUV-Fahrer rast auf Radfahrerin zu – Polizei findet Sprengstoff

Was war passiert? Gegen 23 Uhr kontrollierte die Polizei den Verkehr in einem Wohn- und Gewerbegebiet im Osten von Wesel, vor kürzlich ein Sektenführer festgenommen* wurde. Doch statt anzuhalten, fuhr ein SUV-Fahrer einfach davon.

Auf seiner rücksichtslosen Flucht vor der Polizei soll er bei Rot eine Bundesstraße gekreuzt haben. Anschließend bog er in ein weiteres Wohngebiet ein. Dort sei er dann geradewegs auf eine Radfahrerin zugerast, berichtet die Polizei.

Wesel: Polizei Duisburg holt Flüchtigen aus dem Auto – Festnahme

Die 42-jährige Frau konnte sich laut Polizei Duisburg noch rechtzeitig durch einen Sprung zur Seite vor dem Zusammenstoß retten. Der flüchtende Mann soll bei dem lebensgefährlichen Manöver noch über den Vorderreifen des Fahrrads gefahren sein. Die Frau blieb unverletzt.

Viel weiter kam der Mann anschließend nicht. Weil er Probleme mit dem Wagen hatte, musste er kurz darauf anhalten. Die Verfolgung endete recht unspektakulär: „Die Polizei hat ihn dann aus dem Auto geholt“, sagte Polizeisprecherin Caroline Dlutko gegenüber RUHR24.

Polizei Duisburg findet Sprengstoffe und ein Messer bei dem Tatverdächtigen

Im Wagen des 28-Jährigen fanden die Beamten ein Messer, Pyrotechnik und „eine Flüssigkeit, die noch genauer untersucht werden muss“, so die Sprecherin. Was der Mann mit der Waffe und dem Sprengstoff vorhatte, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Der Fahrer war ohne Führerschein und mit gefälschten Kennzeichen unterwegs. Zudem stand er „augenscheinlich unter dem Einfluss von Drogen beziehungsweise Alkohol“, berichtet die Polizei Duisburg weiter.

Mordversuch in Wesel/NRW: Richterin ordnet Untersuchungshaft an

Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und musste eine Blutprobe abgeben. Er ist polizeibekannt und muss sich jetzt unter anderem wegen folgender Delikte verantworten:

  • Versuchter Mord in Tateinheit mit
  • unerlaubtem Entfernen vom Unfallort,
  • fahren ohne Führerschein,
  • Gefährdung des Straßenverkehrs und
  • Urkundenfälschung.

Bereits am Mittwoch (13. Januar) wurde er am Amtsgericht Dinslaken einer Haftrichterin vorgeführt. Sie ordnete Untersuchungshaft wegen des Verdachts des versuchten Mordes an. Die Ermittlungen dauern an. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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