Einschränkungen treten in Kraft

NRW: Neue Corona-Regeln für Partys - das ist zu beachten

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet
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In Nordrhein-Westfalen haben inzwischen 30 Städte und Kreise den kritischen 7-Tage-Inzidenzwert von 50 überschritten.

Das Coronavirus ist noch da, Partys aber auch. Was darf ich in NRW noch? Das ist nicht ganz klar. Ab Montag (19. Oktober) gelten in NRW neue Regeln.

Dortmund - Gefühlt herrscht derzeit in Sachen Corona-Regeln Chaos: Was gilt in Deutschland im Allgemeinen, was in NRW und was in Städten wie Dortmund, Essen oder Bochum? Fakt ist: In Nordrhein-Westfalen treten ab dem heutigen Montag (19. Oktober) neue Regeln für Partys in Kraft. RUHR24.de* gibt eine Übersicht, was jetzt auf Feiern erlaubt ist - und was nicht.

Name des VirusCoronavirus /SARS-CoV-2
Ausgelöste ErkrankungCOVID-19
ÜbertragungTröpfcheninfektion

Coronavirus in NRW: Diese Regeln gelten nun fürs Partys

Entscheidend bei der Austragung einer Party ist nun, wie die sogenannte 7-Tage-Inzidenz in einer Stadt oder einem Kreis aussieht. Das heißt, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert haben.

Hier gibt es in NRW zwei Grenzwerte: 35 und 50. Bei 35 oder mehr Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen dürfen an Festen aus „herausragendem Anlass“ außerhalb der eigenen vier Wände höchstens 25 Personen teilnehmen.

Partys in Corona-Zeiten: In NRW ist der Inzidenz-Wert entscheidend

Entscheidend sind hier zwei Dinge: Es müssen Feste aus „herausragendem Anlass“ sein (also etwa Hochzeit, Taufe, Geburtstage, Jubiläum oder eine Abschlussfeier.) und die Party muss „außerhalb der eigenen vier Wände“ stattfinden. Heißt strenggenommen: In der eigenen Wohnung gelten die Regeln nicht. Ob es derzeit aber wirklich schlau ist, trotzdem eine Mega-Fete zu feiern, ist die andere Frage.

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In 50er-Regionen sind nur noch höchstens zehn Teilnehmer zu Partys solcher Art erlaubt. In NRW sind das - Stand 19. Oktober - sehr viele Städte und Kreise, die diesen Grenzwert überschritten haben. In allen Städten und Kreisen, in denen der Inzidenz-Wert unter 35 liegt, dürfen derzeit maximal 50 Personen an Partys außerhalb der eigenen vier Wände teilnehmen. Wurden sie bis zum 10. Oktober angemeldet, gelten noch die alten Regeln: Bis zu 150 Personen sind dann erlaubt.

Coronavirus: Bei Feiern in NRW müssen Kontaktlisten erstellt werden

Falls man eine Feier durchführt, müssen Veranstalter sicherstellen, dass eine Rückverfolgbarkeit der Gäste möglich ist - etwa, falls sich die Feier zum Superspreader-Event* entwickeln sollte. Gästelisten mit entsprechenden Kontaktdaten müssen dazu erstellt werden. Diese Daten müssen erhoben und für vier Wochen gespeichert/aufbewahrt werden:

  • Name
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Zeitraum des Aufenthalts (sofern es sich um wechselnde Personenkreise handelt)

Vier Wochen nach der Party müssen die Daten vernichtet werden. Auch muss der Veranstalter dafür sorgen, dass sie bis dahin vor dem Zugriff Unbefugter geschützt werden.

Wichtige Neuerung beim Prozedere der Anmeldung einer Party: Mit der Absenkung der zulässigen Personenzahl bei Feiern auf 25 Personen ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35, bzw. auf 10 Personen ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 ist die Anmeldepflicht entfallen.

Und wie müssen sich Gäste einer solchen Party verhalten? Gilt Maskenpflicht und Abstandsgebot? In der aktuellen Coronaschutzverordnung (Stand 17. Oktober) heißt es dazu: „Bei dem Fest gelten das Abstandsgebot und eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für die Teilnehmer innerhalb des Veranstaltungsraumes beziehungsweise -bereiches nicht, soweit geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur einfachen Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 1 sichergestellt sind.“ Vorkehrungen zur Hygiene* können zum Beispiel das regelmäßige Lüften oder das Aufstellen von Desinfektionsmittelspendern sein. Aber: Für anwesendes Personal (Kellner, Techniker, etc.) gilt die Maskenpflicht aus Schutzgründen drinnen wie draußen.

NRW: Wer gegen Corona-Party-Regeln verstößt, muss Strafe zahlen

Achtung: Wer bei der Angabe von Kontaktdaten falsche Angaben macht („Mick Mouse“ o.ä.), wird in NRW (hier gibt es mehr Infos zum Coronavirus auf RUHR24.de*) hart bestraft. Es droht ein Bußgeld von 250 Euro. Und für Veranstalter gilt: Wird eine Feier außerhalb des privaten Bereichs mit mindestens 50 Personen nicht angemeldet, droht ein Bußgeld von 500 Euro. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.