Yvonne Gebauer

Orkan-Warnung: NRW ordnet Schul-Ausfall an

Der heftige Wind führt in NRW am Donnerstag (17. Februar) zu Unterrichtsausfall an den Schulen.

Düsseldorf – Wegen der Unwetter-Warnungen für Nordrhein-Westfalen ist am Donnerstag (17. Februar) landesweiter Unterrichtsausfall angeordnet worden. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch (16. Februar) im Düsseldorfer Landtag an. Eine entsprechende Meldung wird auch über die Homepage des NRW-Schulministeriums verbreitet.

Unterrichtsausfall in NRWDonnerstag, 17. Februar
Grund des AusfallsOrkan-Gefahr
Erlass durchSchul-Minsiterium NRW

NRW: Kein Schule am Donnerstag – Orkan fegt über das Land

Familienminister Joachim Stamp (FDP) appellierte an alle Eltern zudem, ihre Kinder am Donnerstag zu Hause zu betreuen statt in die Kita oder Kindertagespflege zu schicken. „Wir nehmen die Unwetterwarnung sehr ernst. Die Sicherheit der Kinder und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kindertagesbetreuung hat für uns Priorität“, so Stamp in einer Mitteilung.

Er wolle nicht, dass die Kinder auf dem Weg zur Kindertagesbetreuung gefährdet würden. Deshalb gilte der dringende Appell, dass alle Kinder, die in der Kindertagesbetreuung sind – sowohl in Kitas als auch in der Kindertagespflege – morgen zu Hause betreut werden und von ihren Eltern nicht in die Kindertagesbetreuung gebracht werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Dienstagmorgen (15. Februar) eine Vorabwarnung vor einem Unwetter herausgegeben. Die Wetter-Experten warnen für die Zeit von Mittwoch (16. Februar, 22 Uhr) bis Donnerstag (17. Februar, 21 Uhr) vor rascher Windzunahme mit orkanartigen Böen oder Orkanböen in NRW. Auch von Freitag auf Samstag soll es heftigen Wind in NRW geben.

Yvonne Gebauer ordnet wegen Orkan-Gefahr in NRW Schulschließungen an

Ministerin Gebauer erklärte dazu in einer Mitteilung von Mittwoch: „Das nahende Unwetterereignis ist eine ernste Gefahr insbesondere für den Schulweg für die Schülerinnen und Schüler. Daher wird in den nordrhein-westfälischen Schulen morgen kein Unterricht stattfinden, die Schulen sind grundsätzlich geschlossen.“

Der Sturm "Friederike" hat 2018 in Dortmund großen Schaden hinterlassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass in NRW der Schulunterricht wegen eines Unwetters ausfällt. Die Vorsichtsmaßnahmen basieren auf den Erfahrungen nach Sturm „Friederike“ im Jahr 2018. Das Land richtet sich bei seiner Entscheidung seitdem an die Regelungen des Runderlasses 12-51 Nr. 1 zur „Teilnahme am Unterricht und an sonstigen Schulveranstaltungen“ und nach der „Allgemeinen Dienstordnung für Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter an öffentlichen Schulen (ADO)“.

NRW greift auf „Unwettererlass“ zurück – Schule fällt am Donnerstag für alle aus

Mit dem neuen Unwettererlass für die Schulen ist es möglich, dass es landesweite Entscheidungen aufgrund von extremen Wetterereignissen gibt. „Diese wendet die Landesregierung an, indem für morgen der Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen ausfällt“, so Gebauer weiter.

Die Schulen seien laut Gebauer bereits mit einer Schulmail über die Entscheidung für Donnerstag informiert worden. Für Schülerinnen und Schüler, die die Mitteilung über den Unterrichtsausfall nicht mehr rechtzeitig erreicht hat und die deshalb dennoch im Schulgebäude eintreffen, sei eine „angemessene Beaufsichtigung durch die Schulen zu gewährleisten“, so Gebauer.

NRW: Lehrer sollen trotz Unwetter-Gefahr trotzdem in Schule kommen – wenn möglich

Lehrkräfte würden hierzu am Donnerstag unabhängig von der Entscheidung über den Unterrichtsausfall ihren Dienst antreten, soweit es die Witterungsverhältnisse zuließen. Möglich ist es, dass einzelne Schulen auch auf den aus der Corona-Zeit bereits erprobten Unterricht via Webcam zurückgreifen und „Distanzunterricht“ anbieten. Hinweis: Das Land NRW hat für Fragen ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter der 0211 5867- 40 zu erreichen.

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