Kuriose Verfolgung

Ruhrgebiet: Fahrer zerlegt sein Auto bei der langsamsten Flucht vor der Polizei

Bei einer langsamen Verfolgung in Mülheim wurden mehrere Autos beschädigt.
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Bei einer langsamen Verfolgung in Mülheim wurden mehrere Autos beschädigt.

In Mülheim an der Ruhr (NRW) wollte ein junger Autofahrer vor der Polizei davonfahren. Die wohl langsamste Flucht der Geschichte missglückte dabei grandios.

Mülheim an der Ruhr – Quietschende Reifen, aufheulende Motoren und eine Polizeisirene: So kennen wir wilde Verfolgungsfahrten aus dem Fernsehen. Was ein Fahranfänger (18) im Ruhrgebiet am Montagmorgen (27. September) abgeliefert hat, würde es bei „Cobra 11“ vermutlich nicht mal in die Outtakes schaffen.

Mülheim (NRW): Junger Mann flüchtet im Ruhrgebiet vor Kontrolle der Polizei

Polizisten wurden auf den jungen Mann aufmerksam, als er einfach in einen Kreisverkehr nahe der Mülheimer Altstadt einbog und dabei einem anderen Fahrer die Vorfahrt nahm. Die Beamten wollten ihn daraufhin anhalten und kontrollieren.

Doch statt anzuhalten fuhr der Mann in seinem weißen Kleinwagen vor den Polizisten davon, unter anderem über die Friedrich-Ebert-Straße (B223).

Mülheim: Polizei liefert sich die wohl langsamste Verfolgung seit langem

Weil er sich auf der Flucht vor der Polizei an einem Bordstein den Reifen zerfetzt hatte, wurde aus der wilden Verfolgung zwischenzeitlich eher ein Schneckenrennen. Mitunter habe die Fluchtgeschwindigkeit sogar bei unter 30 Kilometern in der Stunde gelegen, berichtet die Polizei Essen.

Dennoch stieß der 18-Jährige bei der wohl langsamsten Verfolgungsfahrt noch mit einem weiteren Auto zusammen. Verletzt wurde dabei aber niemand (alle News zu Unfällen und Verkehr in NRW bei RUHR24).

Der Grund für die langsame Flucht: ein völlig zerstörter Reifen.

Autofahrer flüchtet durch Mülheim: Polizei nimmt Fahrer (18) fest

Erst an der Sedanstraße, einige hundert Meter von der Altstadt entfernt, konnten Polizisten den Fahrer stoppen. Er ließ sich nach der Irrfahrt widerstandslos festnehmen, berichten die Beamten.

Das Auto des jungen Fahrers wurde bei der Flucht beschädigt.

Nach einer ersten Kontrolle verwunderte auch der eigenwillige Fahrstil des Mannes kaum: Die Beamten konnten keinen Führerschein bei ihm finden, vermuteten jedoch, dass er vor der Fahrt Drogen konsumiert haben könnte.

Nachdem er eine Blutprobe abgegeben hatten, durfte er die Polizeiwache wieder verlassen. Er muss sich jetzt unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Verkehrsunfallflucht verantworten.

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