Landesregierung

Armin Laschet schlägt jetzt neuen Ministerpräsidenten für NRW vor

Wer wird der neue NRW-Ministerpräsident? Armin Laschet hat Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) offiziell vorgeschlagen.

Update, Dienstag (5. Oktober), 18.30 Uhr: NRW – Die Vermutungen rund um Hendrik Wüst haben sich offenbar bestätigt. Der 46-jährige Verkehrsminister soll die Nachfolge von Armin Laschet als NRW-Ministerpräsident und CDU-Landesparteichef antreten. Diesen Personalvorschlag hat Laschet am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (DPA) dem CDU-Landesvorstand in Düsseldorf unterbreitet.

Politiker Hendrik Wüst
Amt Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen
Geboren19. Juli 1975, Rhede

Armin Laschet (CDU) macht es offiziell: Hendrik Wüst soll sein Nachfolger werden

Armin Laschet habe Wüst beim Treffen im NRW-Landtag als vorausschauend denkenden, klug handelnden Politiker empfohlen, wie die DPA aus Teilnehmerkreisen erfahren haben will. Demnach sagte der scheidende CDU-Chef: „Gefragt ist jetzt ein Macher. Das ist er.“ Für seinen Vorschlag habe es viel Zustimmung gegeben, heißt es.

Der neue Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen muss vom Düsseldorfer Landtag gewählt werden. Über die neue Parteispitze wird am 23. Oktober ein Landesparteitag in Bielefeld entscheiden.

Ursprungsmeldung, Dienstag (5. Oktober), 10.30 Uhr: Der scheidende Regierungschef in NRW, Armin Laschet (CDU), hat zu einer Sondersitzung in den Düsseldorfer Landtag geladen. Bei dem Treffen soll geklärt werden, wer das Amt des Ministerpräsidenten und den Landesparteivorsitz in NRW übernehmen soll. Obwohl Landesverkehrsminister Hendrik Wüst als Favorit für die Nachfolge gilt, bleibt es spannend.

NRW: Armin Laschet will seinen Nachfolger ausrufen – Henrik Wüst ist Favorit

Denn: Die Koalition aus CDU und FDP verfügt im Landtag nur über eine Stimme Mehrheit. Wie die WAZ berichtet, könnte die Wahl von Hendrik Wüst daher auch noch zur „Zitterpartie“ werden. Dennoch wird erwartet, dass Armin Laschet heute Abend gegen 18 Uhr (5. Oktober) Hendrik Wüst als seinen Nachfolger vorschlagen wird.

Im Gegensatz zu den zwei anderen Kandidaten, Ina Scharrenbach (CDU, Heimatministerin) und Herbert Reul (CDU, NRW-Innenminister), verfügt Hendrik Wüst als einziger Kandidat über das nötige Landtagsmandat um vor Ablauf der Legislaturperiode sofort zum Ministerpräsidenten gewählt werden zu können. Die FDP bekundete laut WAZ bereits, dass sie Hendrik Wüst mitwählen wird.

Bereits vor der Bundestagswahl hatte Armin Laschet laut dpa erklärt, er gehe „ohne Rückfahrkarte“ nach Berlin. Als Abgeordneter im Bund darf der Kanzlerkandidat laut NRW-Verfassung im Land jedoch nicht mehr mitregieren. Und so muss er spätestens am 26. Oktober von seinem jetzigen Amt Abschied nehmen.

Neuer NRW-Ministerpräsident: Hendrik Wüst könnte Armin Laschet beerben

Bis dahin muss die Frage geklärt sein, wer neuer Ministerpräsident und neuer Spitzenkandidat der CDU für die nächste Wahl wird. Denn bereits am 15. Mai 2022 wird in NRW eine neue Landesregierung gewählt. Mit Hendrik Wüst würde die CDU eine Doppelspitze umgehen können. Mehrere CDU-Politiker in NRW hatten sich laut dpa dafür ausgesprochen, das Amt des CDU-Landesvorsitzenden, des Ministerpräsidenten und des Spitzenkandidaten in einer Hand zu belassen.

Bei den beiden anderen Kandidaten Ina Scharrenbach und Herbert Reul, die beide kein Landtagsmitglied sind, wäre nur der Umweg über eine Übergangslösung bis zum Ende der Legislaturperiode oder vorgezogene Neuwahlen ein Weg, um sie in das Ministerpräsidentenamt zu wählen. Neuwahlen, ließ die FDP verlauten, würde sie nicht mittragen.

Neuer NRW-Ministerpräsident: So präsentiert sich Hendrik Wüst

Eine monatelange Zwischenlösung will die CDU aber offenbar unbedingt vermeiden. Und so wird erwartet, dass Hendrik Wüst (46) beim Landesparteitag am 23. Oktober dem Vorschlag von Armin Laschet entsprechend in Bielefeld auch zum neuen CDU-Landeschef gewählt wird. NRW-Arbeitsminister Karl Josef Laumann hatte sich bereits am Wochenende klar positioniert. Wüst solle „der zukünftige Mann der CDU in Nordrhein-Westfalen“ werden.

Armin Laschet sucht seinen Nachfolger für: Hendrik Wüst hat große Chancen.

Hendrik Wüst hat bereits seinen zukünftigen Laufpfad für die CDU in NRW vorgegeben: Die CDU müsse wieder ein eigenes Profil entwickeln. Wähler wollten Richtung und Haltung bei einer Partei erkennen. Und so müsse die gesellschaftliche Mitte „ihre Werte gegen die Hetze von rechts genauso wie gegen die Verbote von links verteidigen“. Der CDU-Politiker rief laut dpa aber auch zur Geschlossenheit innerhalb der Partei auf: „Nur wenn wir einig sind, können wir gemeinsam durchstarten“, so Wüst.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch

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