Unglück am Osterwochenende

NRW: Leiche nach tödlichem Kanu-Unfall aus Weser-Schleuse geborgen

In NRW ist ein Mann am Osterwochenende mit seinem Kanu gekentert. Zehn Tage nach dem Unglück wurde die Leiche des Kanuten geborgen.

Update, Freitag (29. April), 7.24 Uhr: Minden – Jetzt besteht traurige Gewissheit: Die Leiche des vermissten 36-jährigen Kanufahrers wurde am Mittwoch (27. April) aus der Weser-Schleuse Petershagen geborgen. Am Osterwochenende war der Mann dort verbotenerweise gemeinsam mit seinem Bruder im Kanu unterwegs.

NRW: Leiche von Kanufahrer nach tödlichem Schleusen-Unfall geborgen

Während des Schleusenvorgangs kenterte sein Kanu aufgrund der Strudelbildung, gegen die Sogwirkung versuchte der 36-Jährige vergeblich anzuschwimmen. Die Suche mit Hubschraubern und Tauchern blieb zunächst erfolglos.

Update, Montag (18. April), 18 Uhr: Die Suche nach dem verunglückten Kanu-Fahrer bei Petershagen ist am Sonntagnachmittag beendet worden. „Aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten, die Person im Nahbereich noch aufzufinden, ist die konkrete Suche eingestellt worden“, sagte ein Polizeisprecher am Montagnachmittag der DPA.

NRW: Kanu-Fahrer an Schleuse bei Minden verunglückt – Polizei schickt Taucher

Update, Sonntag (17. April), 14.41 Uhr: Die Suche nach dem verunglückten Bootsfahrer blieb noch immer ohne Erfolg. Ein Sprecher der Polizei sagte jedoch gegenüber dem Mindener Tageblatt, dass es aufgrund der niedrigen Wassertemperatur eher unwahrscheinlich sei, dass der Vermisste noch lebt.

Aktuell suche man mit einem Schlauchboot weiter nach dem 36-Jährigen. Taucher sollen nicht mehr im Einsatz sein. Es sei unmöglich, einen so großen Bereich mit Tauchern abzusuchen, da diese nichts sehen und sich nur vortasten könnten, so die Polizei.

Unglück an Schleuse in NRW: Kanu-Fahrer weiterhin vermisst

Normalerweise ist die Zufahrt zu der Schleuse Petershagen bei Minden für Kanufahrer nicht gestattet, sondern nur für Motorbootfahrer. Warum die beiden Männer dennoch in den Schleusenarm paddelten, ist aktuell noch unklar. Wie der WDR berichtet, sei der Betrieb der Schleuse über die Osterfeiertage eingestellt worden. Ein stärker Sog könne somit nicht die Ursache sein, heißt es.

An einer Weserschleuse bei Minden ist ein Mann verunglückt (Symbolfoto).

NRW: Tragischer Bootsunfall – Mann wird von Schleuse aufgesaugt

Erstmeldung, Sonntag (17. April), 9.32 Uhr: Ein Bootsausflug am Samstag (16. April) endete auf tragische Weise. Zwei Männer aus NRW waren mit ihren Kanus auf der Weser unterwegs, als einer der beiden an einer Schleuse kenterte. Feuerwehr und Polizei suchen aktuell noch nach dem Verunglückten.

Doch was genau ist passiert? Wie die Polizei Minden angibt, sollen zwei Männer am Samstagabend gegen 18 Uhr jeweils mit einem Kanu auf dem Fluss in NRW unterwegs gewesen sein. Bei den beiden handelt es sich um zwei Brüder, ein 36-Jähriger aus Lage und ein 32-jähriger Mann aus Herford.

In Höhe der Weserschleuse Petershagen bei Minden kenterte einer der beiden Männer. Der 36-Jährige soll noch versucht haben, an Land zu schwimmen – doch gegen die Kraft der Schleusen hatte er keine Chance. Er wurde von der Schleusentätigkeit förmlich aufgesaugt und unter Wasser gezogen, heißt es vonseiten der Einsatzkräfte.

Tragisches Bootsunglück an Ostern in NRW: Suche nach Verunglücktem läuft aktuell

Umgehend wurden Suchmaßnahmen eingeleitet. Sowohl ein Polizeihubschrauber als auch Taucher und Feuerwehr waren im Einsatz, um den verunglückten Kanu-Fahrer zu finden. Bislang blieb die Suche nach ersten Informationen ohne Erfolg. Wie die Polizei angibt, wird aktuell jedoch noch auf Hochtouren nach dem 36-Jährigen gesucht.

Der Bruder des Verunglückten soll noch das Boot des 36-Jährigen genommen und ans Ufer gerudert sein. Er konnte ein eigenes Kentern verhindern.

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