Kurioser Fall

NRW: Mann will mit Kokain Wahrheit aus Ex-Freundin herauspressen

Ein eifersüchtiger Ex-Mann soll seine Frau in ihrer eigenen Wohnung eingesperrt und sie gezwungen haben, Drogen zu konsumieren. Jetzt steht er vor Gericht.

NRW – In Castrop-Rauxel hat sich eine ungewöhnliche Beziehungstat ereignet. Der Täter ist ein eifersüchtiger Ex-Mann. Ihm wird schwerer Raub, gefährliche Körperverletzung und das Einsperren seiner Ex-Frau vorgeworfen.

BundeslandNRW
ThemaEinbruch und Körperverletzung
ZuständigkeitLandgericht Dortmund

NRW: Einbruch in Wohnung im Ruhrgebiet – der Täter hatte einen Schlüssel

In einer Mitteilung vom Landgericht Dortmund heißt es, dass der Täter am 06. Mai 2021 in die Wohnung der ehemaligen Lebensgefährtin eingedrungen sei, während sie auf der Arbeit war. Um in die Wohnung hereinzukommen, habe der Mann einen Schlüssel benutzt. Er soll ihn bei der Arbeitsstelle seiner Ex-Frau entwendet haben.

Als diese nach Hause kam, soll der Angeklagte ihr die Tür aufgemacht haben, um sie in die Wohnung zu lassen. Danach habe er hinter ihr die Tür abgeschlossen und den Schlüssel behalten (mehr News aus NRW bei RUHR24).

NRW: Mann bedroht Ex-Frau mit Messer – um ihr Handy zu bekommen

Nachdem der Angeklagte seine Frau in der Wohnung eingesperrt habe, soll er sie mit einem geöffneten Springmesser bedroht haben. Offenbar forderte er das Handy des Opfers ein. Das Gerät habe er daraufhin nach neuen Liebhabern durchsucht und anschließend selbst eingesteckt.

Außerdem soll der Angeklagte seine Ex-Frau über ihr Liebesleben ausgefragt haben. Ihre Aussage, dass sie keinen neuen Mann an ihrer Seite habe, soll er nicht geglaubt haben. Daraufhin habe er seine frühere Lebensgefährtin kurzzeitig eingeschlossen in der Wohnung zurückgelassen, um Kokain zu besorgen.

Nach Einbruch in Wohnung in NRW: Mann zwingt Ex-Frau Koks zu konsumieren

Als der Angeklagte in die Wohnung zurückkehrte, soll er die Frau mit dem Messer gezwungen haben, das Rauschmittel zu konsumieren. Offenbar sein Antrieb: Die vermeintliche Wahrheit über etwaige Liebhaber seiner Ex-Frau doch noch zu erfahren. Der Angeklagte soll der Überzeugung gewesen sein, dass das Opfer unter Einfluss von Kokain nicht lügen könne, beziehungsweise die Wahrheit sagen müsse.

Der Angeklagte soll die Wohnung erst verlassen haben, als die Polizei wegen eines lautstark geführten Streits erschienen sei. Dabei soll er das Smartphone seiner früheren Lebensgefährtin sowie ihre Geburtsurkunde, ihren Reisepass und ihre Kreditkarte mitgenommen haben. Der Prozess gegen den Angeklagten startet am 29. April 2022 am Landgericht Dortmund.

Rubriklistenbild: © Gelhot/Imagao

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