Nicht zum ersten Mal

Bochum: Mädchen (16) täuscht Notfall vor und legt Hauptbahnhof lahm

Weil sich ein 16-jähriges Mädchen einen „Spaß“ erlaubte, geriet der Berufsverkehr am Hauptbahnhof in Bochum ins Stocken.

Bochum – Am frühen Montagmorgen (29. November) kam es am Hauptbahnhof in Bochum zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Grund dafür war ein 16-jähriges Mädchen, welches gegenüber der Bundespolizei eine Notlage vortäuschte.

Bochum (NRW): Mädchen missbraucht Notruf und stört Bahnverkehr am Hauptbahnhof

Gegen 5.40 Uhr sei der Anruf des Mädchens bei der Bundespolizei in Dortmund eingegangen. Sie habe angegeben, dass sie sich am Bochumer Hauptbahnhof in einer misslichen Lage befinden würde. „Die Bundespolizisten begaben sich unverzüglich in den Hauptbahnhof und suchten den Nahbereich nach dem unbekannten Mädchen ab“, heißt es im Bericht der Bundespolizei.

Gleichzeitig habe die Deutsche Bahn Maßnahmen ergriffen, um die Anruferin nicht zu gefährden. Während des Gesprächs gab das Mädchen an, sich an verschiedenen Standorten aufzuhalten. Die Suche nach dem Mädchen sorgte dafür, dass sich 15 Züge im morgendlichen Berufsverkehr verspäteten (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Ein Mädchen hat in Bochum den Notruf missbraucht und für Störungen im Bahnverkehr gesorgt.

Während der Suche nach der Anruferin ermittelten Bundespolizisten gemeinsam mit der Polizei Bochum die Identität der 16-Jährigen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um ein polizeibekanntes Mädchen handelte, das bereits im September am Dortmunder Hauptbahnhof für einen ähnlichen Einsatz gesorgt hatte.

Notruf-Missbrauch in Bochum: 16-Jährige sorgte in Dortmund bereits für ähnlichen Einsatz

Damals wählte die 16-Jährige gemeinsam mit einem 14-jährigen Mädchen über 50 Mal den Notruf, beleidigte die Beamten, ahmte Tiergeräusche nach oder legte direkt wieder auf. Mithilfe der Videoüberwachung konnten die beiden Mädchen am Dortmunder Hauptbahnhof schließlich identifiziert werden (mehr News zu Kriminalität bei RUHR24).

Die Bundespolizei weist im Zusammenhang mit dem Einsatz am Hauptbahnhof in Bochum darauf hin, dass der Missbrauch des Notrufs mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft werden kann. Wird – wie in Bochum – der Bahnverkehr beeinträchtigt, drohen zudem Schadensersatzforderungen der Deutschen Bahn.

Gegen die polizeibekannte 16-Jährige leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen und ein weiteres wegen Störung öffentlicher Betriebe ein.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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