Biberratte ungewohnt aggressiv

Schock für Hundebesitzer in NRW: Nutria schüttelt Terrier zu Tode

Ein Nutria sitzt am Flussufer.
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In Lippstadt kam es zu krassen Szenen: Eine Nutria hat einen Terrier getötet.

Tierliebhaber müssen jetzt stark sein. Denn in NRW trug sich eine Szene zu, die sogar einen ehemaligen Jäger sprachlos macht. Eine Nutria brach einem Hund das Genick.

Lippstadt – Nutrias sind in NRW und rund um Lippstadt keine Fremden mehr. Die Nagetiere fühlen sich pudelwohl in den Lippeauen und sind zumeist auch friedlich. Es sei denn, ihnen kommt jemand zu nah. Für Terrier Enno nahm die Begegnung mit der Biberratte ein tödliches Ende.

TierNutria
Wissenschaftlicher NameMyocastor coypus
Gewicht6,4 KG (Erwachsener)
Länge52 CM (Erwachsener)
ErhaltungszustandUngefährdet (Abnehmend)

NRW: Nutria schüttelt Terrier in Lippstadt zu Tode – Hunde-Herrchen ist fassungslos

„Die hat den Hund direkt mit ihren großen Zähnen gepackt und so geschüttelt, dass er einen Genickbruch erlitten hat. Dann hat sie noch versucht, ihn unter Wasser zu ziehen, aber da war er schon tot“, berichtete Herrchen Max Jungebloth (49) gegenüber der WAZ.

Das Unglück ereignete sich an einem kleinen Zufluss der Lippe. Max Jungebloth, der als ehemaliger Jäger sowohl Wildtiere, als auch Hunde kennt, sagte über den Anblick: „Ich war total schockiert. Ich hätte nie gedacht, dass die Tiere so aggressiv sind und einen Hund töten können.“ Das Verhalten der Nutria überraschte ihn. Ähnlich überraschend war das blutrünstige Verhalten eines Erdmännchens im Dortmunder Zoo.

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Professor Dr. Michael Lierz bestätigte gegenüber der WAZ, dass Nutrias durchaus aggressiv werden könnten und es zu Bissverletzungen kommen könne. Er räumte aber ein: „Das passiert zumeist dann, wenn die Hunde eine Distanz unterschreiten. Nutrias greifen nicht aktiv an.“

Überraschend aggressiv zeigte sich ein Nutria gegenüber einem Hund. Der Nager tötete den Terrier.

Laut Naturschützern sei aber der Todesfall eines Hundes durch eine Nutria bisher „einmalig“. Eine namentlich nicht genannte Naturschützerin berichtete dem WDR, dass sie sehr verblüfft war. „Wir haben noch nie etwas Derartiges beobachtet und auch in der Literatur nichts gefunden.“

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In NRW leben die Nutrias, die man auch im Zoo Dortmund beobachten kann, praktisch flächendeckend. Um die possierlichen Tierchen, die offensichtlich auch ganz anders können, wolle Max Jungebloth nach den schockierenden Szenen am Ufer der Lippe einen Bogen machen. Sein Hund Enno hat dazu nicht mehr die Chance.