Beginn im Münsterland

Passanten irritiert: Diese Autos sind plötzlich überall in NRW unterwegs

Laser Buggy von Straßen.NRW auf einem Radweg
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Die Buggys sind mit Kameras und Lasertechnologie ausgestattet.

Wer dieser Tage auf den Straßen in NRW unterwegs ist, entdeckt möglicherweise ein kurioses Fahrzeug. Im ganzen Bundesland sind sogenannte „Laser-Buggys“ im Einsatz.

Dortmund – Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Spezialfahrzeug aus der Videospielserie „Grand Theft Auto“. Tatsächlich handelt es sich beim sogenannten „Laser-Buggy“ um ein neues Einsatzfahrzeug von Straßen.NRW. Bis in den Herbst hinein sind die Buggys entlang der Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen* im Einsatz, berichtet RUHR24*.

LandesbetriebStraßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW)
Gründung1. Januar 2001
HauptsitzGelsenkirchen
BehördenleitungSascha Kaiser, Petra Beckefeld

NRW: „Laser-Buggys“ erfassen Zustand der Radwege im ganzen Bundesland

Damit setzt der Landesbetrieb ein Vorhaben fort, welches im Oktober 2020 als Pilotprojekt in Ostwestfalen-Lippe begonnen hat. Die Buggys sollen im gesamten Bundesland den Zustand von Radwegen entlang der Bundes- und Landesstraßen erfassen. Die erste Einsatzfahrt fand am Montag (28. Juni) im Münsterland statt.

Die „Laser-Buggys“ tasten die Strecke mit Lasern durchgehend ab. Dadurch entsteht ein Längsprofil vom jeweiligen Radweg. Zudem sind auf dem Dach der Quad-ähnlichen Fahrzeuge Kameras montiert. Alle fünf Meter machen diese Übersichtsaufnahmen des Radweges und der Umgebung.

NRW setzt „Laser-Buggys“ ein: Radwege sollen gezielt verbessert werden

Eine weitere Kamera am Heck der Buggys filmt während der Fahrt senkrecht auf den Radweg. So sollen Schäden an der Oberfläche dokumentiert werden. Zum Einsatz kommen die Buggys nicht nur entlang der Bundes- und Landesstraßen, sondern auch auf Bahntrassen-Radwegen und Radschnellwegen*. Zu Sperrungen von Radwegen soll es während der Einsätze nicht kommen, teilt Straßen.NRW mit.

Im Anschluss an die Erfassung der Radwege analysieren Experten die Daten der „Laser-Buggys“. Die Erkenntnisse sollen bei der Instandhaltung der Radwege helfen. Man brauche zunächst einen „detaillierten und objektiven Überblick“, sagte Dr. Petra Beckefeld, Direktorin von Straßen.NRW. „Wir wollen am richtigen Ort, mit dem richtigen Aufwand und zum richtigen Zeitpunkt tätig werden – auch auf Radwegen:“

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) setzt auf „Laser-Buggys“ als Teil moderner Verkehrspolitik.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) betonte bei der Vorstellung des Projekts, dass moderne Verkehrspolitik der beste Klimaschutz sei. Seit dem Regierungswechsel seien in Nordrhein-Westfalen über 580 Kilometer neue Radwege gebaut worden, so der CDU-Politiker. Mit den „Laser-Buggys“ sollen diese in Schuss gehalten werden. „Nur wenn wir Schäden entdecken, können wir sie auch zügig beheben“, so Wüst.

Auf mysteriöse Kästen folgt der „Laser-Buggy“ – Straßen.NRW setzt auf moderne Technik

Für die Verkehrsplanung im bevölkerungsreichsten Bundesland setzt Straßen.NRW nicht zum ersten Mal auf moderne Technik. Seit April sorgen tausende graue Kästen entlang der Straßen in NRW* bei Autofahrern für Verwirrung. Mit den „Seitenradargeräten“ holt der Landesbetrieb zurzeit die turnusmäßige Verkehrszählung nach.

Eigentlich wäre die bereits im Jahr 2020 fällig gewesen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Zählung allerdings um ein Jahr verschoben. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.