Die „Angriffslust“ war groß

NRW: Kuh attackiert Streifenwagen und ist auf der Flucht

NRW: Kuh attackiert Streifenwagen und ist vier Stunden auf der Flucht
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NRW: Kuh attackiert Streifenwagen und ist vier Stunden auf der Flucht

Diesen Spaziergang wird die Kuh bestimmt nicht mehr vergessen. Hat sie doch so viel erlebt: Polizisten, die sie verfolgten, einen Streifenwagen, den sie attackierte und ein Ausflug in den Wald.

Much – Diese Kuh hatte anscheinend gar keine Lust auf Bullen. Das ausgebüxte Rindvieh in Much (Rhein-Sieg-Kreis) in NRW ist am frühen Sonntagmorgen (9. Januar) nicht nur vor der Polizei geflohen, sondern hat sie sogar regelrecht attackiert. Die Jagd auf die Kuh dauerte vier Stunden.

NRW: Ausgebüxte Kuh hält Polizei auf Trab und attackiert Streifenwagen

Ein Verkehrsteilnehmer machte die Polizei auf die anscheinend entlaufende Kuh auf der K46 im Ortsteil Gerlinghausen aufmerksam. Eine Streifenwagenbesatzung versuchte vergeblich gegen 00.56 Uhr am Sonntagmorgen das Tier einzufangen. Die Kuh fand es wohl nur bedingt witzig, dass ihr Spaziergang hier enden sollte und ging zum Angriff über.

Die „Angriffslust“ der Kuh war laut Polizei so groß, dass sie sogar einen Streifenwagen attackierte. Dabei verursachte das Rind einen „nicht unerheblichen Sachschaden“: Einen zerbrochenen Scheinwerfer, eine eingedrückte Haube und diverse Blechschäden soll das Tier hinterlassen haben (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Die Kuh hat eine ordentliche Delle hinterlassen.

NRW: Kuh flüchtet in den Wald und denkt nicht dran, sich einfangen zu lassen

Zwar konnte die Polizei die aufgebrachte Kuh wohl auf eine Weide treiben, aber auch dort wollte das Tier vor allem seine Ruhe und ließ sich weiterhin nicht einfangen. Auch ein hinzugezogener Tierarzt – mit einem Betäubungsgewehr bewaffnet – konnte zunächst nicht helfen. Statt sich brav betäuben zu lassen, flüchtete das Rind in den angrenzenden Wald. Tschüss Kuh – hallo weitere Fahndungsmaßnahmen.

Die mussten laut Polizei nämlich eingeleitet werden, um das Tier dann letztendlich um 5 Uhr morgens auf der K46 zu stellen. Der Tierarzt konnte gleich drei seiner Betäubungspfeile abschießen, sodass die Kuh schlussendlich zu müde war für eine weitere Flucht. Sie legte sich im Straßengraben ab und der Tierhalter konnte sie laut Polizei später mit „schwerem Gerät“ abholen und „wohlbehalten in den heimatlichen Stall“ bringen. Ende gut, Kuh-Ausflug gut.