Kampf gegen tückische Krankheit

NRW-Klinik kauft für 3,8 Millionen Euro Super-Gerät gegen Krebs

Eine Klinik in NRW nimmt es mit dem Krebs auf. Dabei soll ein seltenes Gerät helfen.

Essen – Ein Funken Hoffnung für viele Krebspatienten in NRW. Die Universitätsmedizin Essen hat für 3,8 Millionen Euro ein neues Strahlentherapiegerät in Betrieb genommen, teilt das Uni-Klinikum mit. Mittels Künstlicher Intelligenz (KI) könne somit noch präziser therapiert werden, heißt es weiter. RUHR24* erklärt, wie das Gerät funktioniert.

StadtEssen
BundeslandNRW
größtes KlinikumUniversitätsklinikum Essen

NRW: Im Kampf gegen den Krebs – Uni-Klinik Essen kauft Strahlentherapie-Gerät für Millionen Euro

Das „Ethos“-System von Hersteller Varian-Siemens sei ein hoch entwickelter Beschleuniger, von dem in Deutschland nur ein weiterer installiert ist, teilt das Klinikum weiter mit. Dieses Bestrahlungssystem könne genau und schnell bestrahlen, was einen Vorteil für tumorerkrankte Patienten darstelle. Das andere Gerät steht im Klinikum Stuttgart.

Im Bruchteil einer Minute werde auf dem Behandlungstisch die Position des Tumors und der umgebenden Organe mittels Computertomografie erfasst. Anschließend könne auf einem Hochleistungscomputer mithilfe der KI und unter Kontrolle des Strahlentherapieteams der Bestrahlungsplan innerhalb kurzer Zeit an veränderte organ- und Tumorpositionen im Körper genau angepasst werden.

NRW: Uniklinik Essen kauft wichtiges Krebstherapie-Gerät – Hoffnung für viele Patienten

„Durch die Schnelligkeit des Ethos wird diese präzise Therapietechnik einer größeren Anzahl an Patientinnen und Patienten zugänglich gemacht“, sagt Prof. Dr. Martin Stuschke, Direktor der Klinik für Strahlentherapie.

Profitieren von der neuen Bestrahlungstechnik können insbesondere Patientinnen und Patienten mit Tumoren im Bereich von Bauch, Becken, Thorax und der Kopf-Hals-Region, heißt es weiter. Es ist ein weiterer Schritt im Kampf gegen Tumore und Krebserkrankungen. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Pharmaunternehmen eine Impfung gegen Krebs getestet*.

Prof. Dr, Martin Stuschke, Direktor der Klinik für Strahlentherapie (li.) mit den neunen Strahlentherapiegerät mit Künstlicher Intelligenz, das es nur zweimal in Deutschland gibt.

NRW: Uniklinik Essen kämpft mit teurem Gerät gegen Tumore und Krebs

Das „Schwestern-Gerät“ in Stuttgart soll laut Angaben des dortigen Klinikums täglich bis zu 40 Patientinnen und Patienten behandeln. Das Strahlentherapie-Gerät wiegt in etwa fünf Tonnen.

Ziel der Therapie sei die höchst mögliche Wirksamkeit kombiniert mit möglichst wenigen Nebenwirkungen. Die adaptive Strahlentherapie leiste dazu einen enormen Beitrag, erklärt Prof. Jan Steffen Jürgensen, medizinischer Vorstand des Klinikums Stuttgart.

Krebs in Deutschland: Jährlich hunderttausende Todesfälle

Laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nehmen Krebserkrankungen in Deutschland mit zirka 230.000 Todesfällen pro Jahr nach den Herz-Kreislaufkrankheiten den zweiten Platz in der Rangfolge der Todesursachen ein. Die Zahl der jährlich neu auftretenden Krebserkrankungen sei insbesondere infolge des Überalterungsprozesses der deutschen Bevölkerung gestiegen.

Das Überleben hänge vielfach vom Zeitpunkt der Entdeckung einer Krebserkrankung ab. Je früher Krebs erkannt und die oder der Betroffene einer qualifizierten Behandlung zugeführt wird, desto größer ist die Aussicht auf einen Heilerfolg *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Uniklinik Essen

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