Drei sind minderjährig

Terror-Verdacht in NRW: Jugendliche im Visier der Polizei

Im August 2020 führten Polizisten in Duisburg eine Großrazzia gegen Clankriminalität durch.
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Fünf junge Männer stehen im Verdacht, Terror-Anschläge geplant zu haben. Die Polizei hat Beweise gesichert (Symbolfoto).

Fünf junge Männer sollen im Kreis Düren (NRW) Terror-Anschläge geplant haben. Hunderte Polizeikräfte untersuchten am Donnerstagmorgen fünf Objekte.

Köln – Fünf junge Männer sollen im Kreis Düren (NRW) eine terroristisch motivierte Tat vorbereitet haben. Am Donnerstagmorgen (28. Oktober) gingen hunderte Polizeikräfte gegen die Verdächtigen vor – drei von ihnen sind noch minderjährig.

LandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Terror-Verdacht in NRW: Fünf Beschuldigte sollen Anschlag geplant haben

Rund 350 Polizistinnen und Polizisten sind am Donnerstagmorgen gegen die verdächtigen jungen Männer vorgegangen und haben Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Der Vorwurf: Der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Geleitet und koordiniert wird das Ermittlungsverfahren von der Zentralstelle Terrorismusverfolgung Nordrhein-Westfalen (mehr News zu Kriminalität in NRW bei RUHR24).

„Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich anlehnend an Propagandamaterial der ausländischen terroristischen Vereinigung ‚Islamischer Staat‘ auf eine terroristisch motivierte Tat vorbereitet zu haben“, heißt es in der Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei Köln. Weitere Auskünfte könnten aktuell noch nicht gegeben werden, da zunächst Beweismaterial gesichtet werden müsse. Aber auch das Alter der Verdächtigen spielt eine Rolle.

IS-Terror in NRW: Verdächtige sind teilweise noch minderjährig

Denn das Brisante an dem Fall ist wohl das junge Alter der Beschuldigten. Den Angaben der Generalstaatsanwaltschaft und der Polizei zufolge handelt es sich um Männer im Alter zwischen 16 und 22. Zwei Beschuldigte (22 und 16) seien deutsche Staatsangehörige, zwei weitere (17 und 16) deutsch-russische Doppelstaatler und einer (18) habe die türkische Staatsangehörigkeit, heißt es in der Mitteilung.

Die Beschuldigten sind bislang nicht festgenommen worden, da die Voraussetzung einer Anordnung der Untersuchungshaft nicht vorliegen. Generalstaatsanwaltschaft und Polizei betonen: „Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.“

Erst vor ein paar Tagen gab es ebenfalls in NRW eine große Razzia. Rund 250 Polizeikräfte sind gegen eine Geldwäsche-Bande vorgegangen.

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