Nach Eskalationen

Corona: Illegale Partys in NRW – Clubszene schlägt besonderes Konzept vor und wettert gegen Köln

Zuletzt nahmen illegale Corona-Partys in NRW zu. Die Kölner Clubszene hat nach eigenen Angaben vor längerer Zeit ein Konzept vorgelegt, um das Feiern draußen zu ermöglichen.

Köln – Die jungen Erwachsenen wollen feiern. Nach fast eineinhalb Jahren Corona-Schließungen und Lockdown ist der Wunsch nach Party zu spüren.

BundeslandNRW
StadtKöln
InteressensverbandKlubkomm – Clubszene in Köln

NRW: Nach illegalen Corona-Partys in Köln – Clubbetreiber gehen an die Öffentlichkeit

In NRW haben es Corona-Partys, die trotz der zahlreichen Lockerungen in NRW noch immer illegal sind, in die Schlagzeilen geschafft. Sowohl in Köln, als auch in Münster und gar unter einer Autobahnbrücke hat es Ansammlungen und Feierlichkeiten gegeben.

Für die Kölner Clubszene sei dies wenig überraschend gekommen. „Klubkomm“, der Interessensverband der Club-Betreiber, äußerte sich in einer Stellungnahme, die dem Kölner Stadt-Anzeiger vorliegt.

Es sei lange abzusehen gewesen, dass Menschen nach draußen gehen, um zu feiern. Vor allen Dingen nach der langen Corona-Zeit. Dass man darauf alleine mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen reagiert habe, werde der Lebenssituation der jungen Menschen nicht gerecht. Das liefe auf einen Dauerkonflikt hinaus.

NRW: Illegale Corona-Partys in Köln – Veranstaltungen draußen sollen entlasten

Man habe es als Stadt versäumt, für Alternativen zu sorgen. „Klubkomm“ habe bereits vor Monaten Konzepte vorgelegt, um ein sicheres und coronakonformes Feiern an der frischen Luft zu ermöglichen.

Man plädiere aus diesem Grund zeitnah, Veranstaltungen inklusive Müllentsorgung und Sanitäranlagen draußen stattfinden zu lassen. Geeignete Orte habe man. Was fehlt? Das grüne Licht der Stadt.

In Köln ist eine illegale Corona-Party eskaliert.

Bei den „geeigneten Orten“ handelt es sich um Open-Air-Bühnen. In Köln wären das die sogenannte Summer Stage im Jugendpark oder der ehemalige Güterbahnhof in Ehrenfeld. Es dürften sich in vielen Städten in NRW Orte finden lassen, wo ähnliche Konzepte funktionieren.

Stattdessen ruderten in den vergangenen Wochen illegale Corona-Partys im Nagasaki-Hiroshiama Park am Aachener Weiher in Köln aus dem Ufer. So weit, dass sowohl die Beamten der Polizei mit Hundertschaften anrücken mussten, die verschiedenen Spots wie Aachener Weiher oder Brüsseler Platz vermüllt wurden und die Anwohner bis weit in die Nacht durch Lärm gestört wurden. Zudem gab es Verletzte.

NRW: Illegale Corona-Partys in Köln und Münster – Stadt, Anwohner und Polizei genervt

Ähnliche Szenen gab es in Münster in Westfalen, wo gar eine Messerstecherei die eigentlichen, illegalen Corona-Partys noch überschattete. Zu einer ganz kuriosen Location kamen Jugendliche und junge Erwachsene im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Dort wurde eine Party mit circa 100 Gästen in einem Hohlraum einer Brücke über die A4 gefeiert. Wie sich die Situation in Köln und den anderen Städten in NRW entwickelt, bleibt ab zuwarten. Das offizielle Eröffnungsdatum der Clubs ist in NRW der 1. September – aber auch nur, wenn alle Inzidenzen weitergehend niedriger bleiben.

Rubriklistenbild: © Roberto Pfeil/dpa