Illegaler Tierhandel aufgeflogen

Tierquälerei in NRW: Schlimmer Fund - Polizei rettet Hundewelpen

Illegaler Tierhandel Hundwelpen Köln
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Die Polizei in Köln konnte die Welpen vor Schlimmerem bewahren.

In NRW hat die Polizei einen Fall von Tierquälerei aufgedeckt. Mehrere Hundewelpen fanden die Ermittler verwahrlost in Köln und Düsseldorf.

NRW - Mit der Hundezucht und besonders mit dem Verkauf von beliebten Rassen kann man zum Teil viel Geld verdienen. Immer wieder tummeln sich deshalb Betrüger unter den Verkäufern. Sie betreiben illegalen Tierhandel. Die Polizei in Köln und Düsseldorf war mehreren Frauen auf der Spur.

Stadt Köln
Fläche405,2 km²
Einwohner1.091.819 (2019)

Illegaler Tierhandel in NRW: Hinweise auf Hundewelpen auf Onlineportalen

Die Polizisten hatten zuvor Hinweise von Käufern erhalten. Sie sprachen von angeblich geimpften und gechipten Junghunden, die auf verschiedenen Onlineportalen zum Verkauf angeboten würden. Die Ermittlungen der Polizei gerieten daraufhin ins Rollen.

Am Donnerstagmorgen (3. Dezember) führten diese die Polizeibeamten schließlich nach Köln und Düsseldorf. Der Tatvorwurf gegen vier Frauen (20, 61, 22 und 42 Jahre alt): der illegale Handel mit Hundewelpen. Und tatsächlich wurden die Ermittler fündig.

Die Polizei in Köln konnte die Welpen vor Schlimmerem bewahren.

Tierquälerei in NRW: Polizei befreit Hundewelpen aus Not-Situation

Wie die Polizei Köln mitteilt, befreiten die Polizisten bei ihrer Kontrolle mehrere junge Pudelschnauzer, französische Bulldoggen, Chihuahuas und Malteser. Ein besonders grausamer Anblick: Vier Malteser-Welpen hatte eine der Frauen in ihrer Wohnung in Köln-Chorweiler im offenen Kühlschrank zusammengepfercht.

Weitere Tiere befanden sich außerdem in einer Art provisorischem Käfig, in dem alles voller Kot war. Tierärzte des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes unterstützten den Einsatz und kümmerten sich vor Ort um die zum Teil verwahrlosten Tiere. Die Welpen kommen den Angaben der Polizei zufolge nun zur artgerechten Versorgung in die Obhut verschiedener Tierheime in Köln.

Die Polizei in Köln konnte die Welpen vor Schlimmerem bewahren.

Tierquälerei in NRW: Polizei warnt vor Kauf von Hundewelpen im Internet und auf Märkten

Im Zuge des Welpen-Funds weist die Polizei Köln noch einmal dringend darauf hin, dass der Kauf von Welpen, deren Herkunft nicht nachvollziehbar ist, den illegalen und vor allem nicht tiergerechten Handel unterstützt. Solche Junghunde werden meistens im Internet oder auf Märkten, Parkplätzen und anderen Orten zum Verkauf angeboten.

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Tierschützer weisen darauf hin, dass die jungen Hunde häufig Qualen erleiden und abgegeben werden, bevor sie eigenständig fressen können. Von solchen Käufen sollte man dringend absehen und sich vorher genau erkundigen, bevor man sich einen Hund anschafft. Gerade zu Weihnachten gibt es immer wieder Fälle von unüberlegten Tiergeschenken.

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