Vorfälle in Köln und Düsseldorf 

Ärger über Mundschutzpflicht: Reisende greifen Bundespolizisten an Bahnhöfen in NRW an 

Die neue Mundschutzpflicht sorgt bei manchen Reisenden für Unverständnis. In Köln und Düsseldorf kam es deshalb nun zu Übergriffen.
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Die neue Mundschutzpflicht sorgt bei manchen Reisenden für Unverständnis. In Köln und Düsseldorf kam es deshalb nun zu Übergriffen.

Die Mundschutzpflicht kommt nicht bei allen Bürgern gut an. Mehrere Reisende lieferten sich daher zuletzt Auseinandersetzungen mit der Bundespolizei. 

  • Am Kölner Hauptbahnhof provozierte ein 26-Jähriger die Bundespolizei
  • Auch in Düsseldorf kam es zu hitzigen Szenen. 
  • In beiden Fällen verstießen die Beteiligten gegen die neue Mundschutzregelung.

Düsseldorf/Köln: Gleich in zwei Städten in NRW kam es am Wochenende zu unfassbaren Szenen. An den Bahnhöfen in Köln und in Düsseldorf rebellierten Reisende gegen die Mundschutzpflicht und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Bundespolizei

Köln: Reisender fordert Bundespolizei am Hauptbahnhof zum Kampf auf

Im Falle am Kölner Hauptbahnhof machte die Bundespolizei am Samstagabend (9. Mai) gegen 20 Uhr einen Reisenden auf die bestehende Maskenpflicht aufmerksam. Er missachtete jedoch die Anweisungen der Beamten und forderte sie sogar zum Kampf heraus. 

Der Mann konterte die Anweisungen der Beamten mit den Worten: "Das ist doch lächerlich! Was wollt Ihr von mir?" Als die Polizisten ihn erneut belehren wollten, reagierte der 26-Jährige mit Beleidigungen

Wegen Mundschutz: 26-Jähriger muss nach Auseinandersetzung mit der Bundespolizei ins Krankenhaus

Anschließend forderte er einen Beamten auf, seine Schutzweste abzulegen, um mit ihm zu boxen. Der Aggressor ließ sich im Verlauf in keinster Weise beruhigen und gab seine Kampfabsichten erneut zum Besten. 

Er wurde daraufhin unter Anwendung von Zwang sowie Handschellen zur Wache der Bundespolizei gebracht. Dabei leistete er weiterhin erheblichen Widerstand und verletzte sich leicht. 

Hauptbahnhof Köln: Anzeige wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

Der Mann begab sich danach auf eigenen Wunsch zur ambulanten Behandlung in ein Kölner Krankenhaus. Auch ein eingesetzter Bundespolizist erlitt eine leichte Verletzung, konnte jedoch seinen Dienst weiter fortsetzen. 

Der Elsdorfer muss sich nunmehr wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung verantworten. Im Zuge des Coronavirus ist dies jedoch kein Einzelfall. Auch bei verschiedenen Demos in ganz NRW kam es zu Tumulten wegen der Corona-Auflagen

Am Hauptbahnhof in Köln rastete der 26-Jährige wegen der neuen Mundschutzregelung aus.

Düsseldorf: Reisender ohne Mundschutz im RE5 erwischt

Ähnliches spielte sich laut der Bundespolizei ebenfalls am Samstag gegen 17 Uhr am Hauptbahnhof in Düsseldorf ab. Ein 25-Jähriger war der Mundschutzpflicht im Zug nicht nachkommen. Als die Bundespolizei den Reisenden darauf aufmerksam machen wollte, versuchte er die Einsatzkräfte zu schlagen, zu treten und zu beißen.

Zuvor wollte der Mann im RE 5 partout keinen Mundschutz aufsetzen, weshalb der Zugbegleiter ihn in Düsseldorf, wo zuletzt drei Paare in einem Autokino heirateten, von der Fahrt ausschließen wollte. Doch auch den Zug wollte der Mann nicht verlassen. 

Hauptbahnhof Düsseldorf: 25-Jähriger muss gewaltsam zur Dienststelle geführt werden

Die Bundespolizei kam und musste nach mehrmaliger Aufforderung den Fahrtausschluss mit Zwang durchsetzen. Da die Feststellung der Identität vor Ort nicht möglich war, folgte die Mitnahme zur Dienststelle in Düsseldorf

Der Mann verhielt sich in der Folge äußerst unkooperativ und wollte sich aus den Griffen der Beamten befreien, versuchte nach ihnen zu schlagen und sie erneut zu beißen.  

Düsseldorf: Angreifer stand unter Alkoholeinfluss

Ein im Anschluss durchgeführter freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,8 Promille. Nachdem sich der 26-Jährige beruhigt hatte, er über die Einleitung des Strafverfahrens aufgrund des Widerstandes und des tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte belehrt wurde, erfolgte die Entlassung um 21.00 Uhr. Die eingesetzten Beamten aus Düsseldorf blieben unverletzt.