Gefährliche Körperverletzung

„Grausame“ Attacke auf Frau in NRW: Männer schauen nur zu

Eine Frau wurde in Köln in der Nacht auf Sonntag von einer Gleichaltrigen an den Haaren in ein Gleisbett geschliffen. Die Polizei sucht jetzt das Opfer.

Köln – Als „grausames Verhalten“ bezeichnet die Bundespolizei Sankt Augustin die Vorfälle in der Nacht von Samstag (23. Juli) auf Sonntag am Haltepunkt Hansaring im Norden der Kölner Innenstadt. Eine junge Frau wurde von einer Gleichaltrigen angegriffen. Die Polizei sucht jetzt nach dem unbekannten Opfer.

TatbestandGefährliche Körperverletzung
OrtHaltestelle Köln-Hansaring
BeteiligteGruppe von vier jungen Menschen im Alter von 14 bis 16 Jahren
Appell der BundespolizeiOpfer und Zeugen sollen sich bei der Polizei melden

Köln-Hansaring: Scheinbar grundlose Attacke auf junge Frau

Videoaufnahmen aus der S-Bahn-Haltestelle in Köln zeigen eine Gruppe von vier jungen Menschen (zwei Männer und zwei Frauen) im Alter von 14 bis 16 Jahren. Scheinbar grundlos ging eine der beiden jungen Frauen auf die andere los, packte sie mit beiden Händen an den Haaren und schliff sie hinab auf die Gleise (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Die beiden Männer griffen während der Attacke nicht ein. Sie halfen dem Mädchen aber hinterher zumindest aus dem Gleisbett. Die scheinbare Rettung war aber nur von kurzer Dauer.

Denn kurz darauf ging die Angreiferin erneut auf die geschwächte Frau zu und trat ihr mehrfach gegen den Kopf. Tritte gegen den Kopf können zu inneren Blutungen führen und, wie der Fall eines Obdachlosen in Essen zeigt, tödlich enden.

„Grausame“ Tat in Köln: Polizei bittet Opfer und Zeugen, sich zu melden

Auch dabei standen die zwei männlichen Gruppenmitglieder laut Bundespolizei nur „unbeeindruckt daneben“. Nach diesem doppelten Angriff verließ die Gruppe gemeinsam die Haltestelle. Passanten verständigten die Polizei. Als diese vor Ort ankamen, war die Gruppe aber nicht mehr da. Nur die Videoaufnahmen belegen das Geschehen der Nacht.

Die Polizei bittet seitdem das Opfer der Attacken dringend, sich zu melden. Auch Zeugen der Tat sollen sich an die Polizei wenden, um zu helfen, die Vorkommnisse aufzuklären. Es wurde bereits ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Rubriklistenbild: © Rüdiger Wölk/Imago; Alexander Pohl/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24