Aktion in ganz Europa

NRW: Glockenläuten für die Ukraine – das steckt hinter der Geste

Während in der Ukraine ein Krieg tobt, läuten in NRW Glocken. Manche schalten Lichter aus. Warum?

NRW – Die Kirchen in NRW setzen wie viele weitere in Europa ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine. Angestoßen von der Europäischen Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenmeister läuten in NRW am Donnerstag (3. März) um 12 Uhr überall im Land die Glocken von Kirchen.

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Start der Kämpfe in der Ostukraine13. April 2014
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NRW: Kirchenglocken läuten um 12 Uhr – Ukraine-Krieg ist der Grund

Laut der Dombaumeister soll das Glockengeläut sieben Minuten andauern und zeigen, dass Europa zum Krieg in der Ukraine nicht schweigt. Jede der sieben Minuten Glockengeläut steht laut Dombaumeister für „einen Tag dieses unsinnigen Krieges“, wie es in einer Mitteilung heißt.

Das Läuten der Kirchenglocken solle Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und Trauer mit den dort gefallenen Soldaten und Zivilisten ausdrücken. Und: „Mit diesem Läuten beten wir für alle, die von diesem Krieg betroffen sind. Mit diesem Läuten beten wir um Frieden“, so die Dombaumeister.

Ukraine-Krieg: Dombaumeister fordern Kirchen in NRW zum Glockengeläut auf – um 12 Uhr

Jeder aus der Gemeinschaft der Dombaumeister wolle sich in seinem Umfeld dafür einsetzen, dass auch die Menschen aller anderen Kirchen von der Aktion erführen und das Brandläuten an vielen Orten Europas zu hören sein werde.

An dem europaweiten Glockenläuten für den Frieden beteiligt sich in NRW auch der Kölner Dom.

Bereits im Vorfeld der Aktion kursierten in den Sozialen Netzwerken Aufforderungen, ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen. In manchen geteilten Posts heißt es etwa, man solle jeden Abend um 20 Uhr das Licht ausschalten, um auf die Energieversorgung aus Russland hinzuweisen.

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