Nach Beratungen mit Organisatoren

Karneval in NRW: Ministerpräsident Wüst zerschießt Pläne für 2022

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich am Dienstag (14. Dezember) zu den Karnevals-Plänen in NRW geäußert. Fallen die Feste 2022 komplett aus?

Düsseldorf – Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist weiter rückläufig. Am Dienstag (14. Dezember) lag sie bei einem Wert von 267,9 (Vortag: 276,8). Trotzdem bleibt die Corona-Infektionslage weiter angespannt. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete über 5.800 Neuinfektionen mit dem Virus. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich angesichts der aktuellen Corona-Lage zum Thema Karneval geäußert.

BundeslandNRW
MinisterpräsidentHendrik Wüst (CDU)
Presse-Statementzu Karneval 2022

Angespannte Corona-Lage in NRW: Was passiert mit den Plänen für Karneval 2022?

Wüst hat sich am Dienstag mit den großen Veranstaltern des Karnevals in NRW darüber beraten, ob und in welcher Form die geplanten Veranstaltungen in 2022 überhaupt stattfinden könnten. In Düsseldorf wurde der Rosenmontagszug bereits in den Mai verschoben. Könnten jetzt andere folgen?

In einem Pressestatement machte der NRW-Ministerpräsident deutlich, dass das aktuelle Infektionsgeschehen große Unsicherheitsfaktoren biete. Nach Delta stelle nun die neue Omikron-Variante eine große Gefahr für Ansteckungen mit dem Coronavirus dar.

Karneval 2022 in NRW: Massenveranstaltung laut Wüst nicht „verantwortbar“

Absagen von Karnevalsveranstaltungen seien „unvermeidbar“, so der Politiker. Karneval als Massenveranstaltung sei deshalb auch in der Session 2021/2022 nicht „verantwortbar“. Frank Prömpeler, Vizepräsident des Bundes Deutscher Karneval, pflichtete Wüst bei und erklärte, dass große Veranstaltungen vor allem in Innenräumen derzeit nicht machbar seien.

Zu den Karnevalszügen am Rosenmontag 2022* gebe es allerdings noch keine endgültige Entscheidung, so Prömpeler weiter. „Wir hoffen, dass noch Züge gehen können.“ Darüber solle dann im Januar weiter beraten werden.

Vorgehen zu Karnevalszügen in NRW noch unklar – Partys und Sitzungen in 2022 nicht umsetzbar

Die Absage, so erklärte Wüst, gelte zunächst unter anderem für Karnevalsbälle, Partys und gesellige Karnevalssitzungen, bei denen Abstandsgebote und Maskenpflicht nur schwer umsetzbar seien. Die Karnevalsvertreter hätten deshalb freiwillig zugesagt, auf solche Veranstaltungen in kommenden Jahr zu verzichten.

Der Ministerpräsident ergänzte hierzu: Das Infektionsgeschehen und die Belastung der Krankenhäuser würden Karnevalsveranstaltungen selbst für Geimpfte oder Genesene unter Einhaltung der 2G-plus-Regel nicht bedenkenlos möglich machen (mehr Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst stellt den Karnevalisten finanzielle Hilfen in Aussicht.

Rückschlag für Karneval 2022: NRW sagt Organisatoren finanzielle Hilfen zu

Das Land hat den Karnevals-Organisatoren derweil finanzielle Hilfen zugesagt. „Die vielen Vereine und Künstler benötigen Planungssicherheit und finanzielle Unterstützung bei Veranstaltungsabsagen. Die Landesregierung steht an der Seite des vielfältigen Vereinswesens im Karneval und werden das karnevalistische Brauchtum in diesen schweren Zeiten weiter unterstützen“, sagte Hendrik Wüst.

Dafür stünden unter anderem die Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen zur Verfügung. Dadurch könnten Einnahmeeinbußen und Verluste bei Total- oder Teilabsagen ausgeglichen werden. *24rhein.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Patrik Stollarz/AFP, Michael Kappeler/DPA; Collage: RUHR24

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