Gedenken

Flaggen in ganz NRW auf halbmast: Katastrophe jährt sich erstmals

Vor einem Jahr gab es in Teilen von NRW ein Jahrhundert-Hochwasser. Am 14. Juli jährt sich der Tag der Hochwasserkatastrophe zum ersten Mal.

NRW – Die verheerende Flut am 14. und 15. Juli 2021 bleibt zahlreichen Menschen noch tief im Gedächtnis. Starkregen und Unwetter führten tagsüber und der Nacht zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Am Donnerstag (14. Juli) will das Land NRW und Rheinland-Pfalz an die Opfer der Hochwasserkatastrophe gedenken. Neben einem ökumenischen Gottesdienst werden alle Flaggen vor Dienstgebäuden des Landes auf halbmast gesetzt.

EreignisHochwasserkatastrophe in Teilen NRWs und Deutschlands
Datum14. und 15. Juli 2021
Gedenken am JahrestagLandesweite Trauerbeflaggung, Ökumenischer Gottesdienst

NRW: Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe – Gottesdienst in betroffenem Gebiet

Am Donnerstag gedenkt das Land NRW der Opfer der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2021. In Euskirchen laden die katholische und die evangelische Kirche in Zusammenarbeit mit der Landesregierung zu einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Herz Jesu. Der Gottesdienst soll am Nachmittag im Beisein von Hinterbliebenen der Opfer stattfinden. NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werden ebenfalls teilnehmen.

In NRW waren besonders der Kreis Euskirchen, die Städteregion Aachen, der Rhein-Erft-Kreis, der Märkische Kreis sowie die Stadt Hagen von der Hochwasserkatastrophe betroffen. Landesweit hatten rund 180 Gemeinden mit den Wassermassen zu kämpfen. 49 Menschen kamen in NRW dabei ums Leben (mehr News aus NRW bei RUHR24).

NRW: Henrik Wüst und Mona Neubaur sprechen ihr Mitgefühl aus – Klimaschutz als zentrale Aufgabe

Der Ministerpräsident Henrik Wüst teilt in einer Pressemeldung mit, die Hochwasserkatastrophe stelle ein „Einschnitt in der Geschichte unseres Landes“ dar. Die Bilder der verheerenden Zerstörung und die Verluste, die viele Menschen erleiden mussten, blieben für immer in Erinnerung, so Wüst.

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, gedenkt an Opfer der Hochwasserkatastrophe.

Auch die stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschafts- und Klimaschutzministerin, Mona Neubaur (Grüne), teilt ihr Mitgefühl an Betroffene und Hinterbliebene mit. Zudem würdigt sie die unzähligen Hilfskräfte, die nach dem katastrophalen Unwetter über sich hinausgewachsen sind. „Sie haben gezeigt: Wir in Nordrhein-Westfalen stehen zusammen“, so Neubaur.

Wüst und Neubaur bezeichnen die Vorsorge vor Starkwetterereignissen im Zuge des voranschreitenden Klimawandels als essenziell, um Katastrophen des 14. Juli 2021 zu verhindern.

NRW: Trauerbeflaggung zum Jahrestag der Hochwasserkatastrophe – Folgen heute immer noch spürbar

Die Trauerbeflaggung soll am Jahrestag der Hochwasserkatastrophe für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände gelten. Aber auch Flaggen vor weiteren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen, sollen auf halbmast gesetzt werden. Das hat NRW-Innenminister Herbert Reul mitgeteilt.

Zum Jahrestag der Hochwasserkatastrophe werden die Flaggen auf halbmast gesetzt.

Ein Jahr nach der Flut sind die Folgen der Verwüstung immer noch sichtbar. Einige Gebäude sind weiterhin unbewohnbar, viele Menschen haben die betroffenen Regionen zunächst verlassen und sind bei Freunden und Familie untergekommen, berichtet das ZDF. Doch der Wiederaufbau geht vielerorts weiter voran. Die Solidarität untereinander habe im vergangenen Jahr nicht abgenommen, weshalb der Zusammenhalt in den betroffenen Regionen groß ist.

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago

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