Fracking

Gas-Quelle in NRW: Wüst schließt Gewinnung an Rhein und Ruhr aus

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.
+
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.

Während der Gaskrise ist auch die umstrittene Gewinnungs-Methode Fracking wieder ein Thema geworden. Hendrik Wüst hat eine klare Meinung dazu.

Düsseldorf – Trotz der Energiekrise hat Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die umstrittene Fracking-Methode zur Gewinnung von Erdgas in Nordrhein-Westfalen klar ausgeschlossen. „Fracking ist in einer Region, in der wir viel von unserem Trinkwasser aus oberflächennahen Wasserschichten holen, die beim Fracking durchstoßen werden müssten, nicht verantwortbar“, sagte er der Rheinischen Post am Donnerstag (22. September).

Ministerpräsident Wüst schließt Energiegewinnung durch Fracking in NRW aus

Beim Fracking wird Gas mit großem Druck und Chemikalien aus Gesteinsschichten gelöst. Wüst hat sich zwar stets skeptisch geäußert, diese Methode in NRW anzuwenden. Innerhalb seiner schwarz-gelben Vorgängerkoalition war das allerdings keine ausgemachte Sache.

Sein früherer Energieminister Andreas Pinkwart (FDP) hatte noch im Frühjahr eine „ergebnisoffene Prüfung“ für heimisches Fracking gefordert als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine und Deutschlands Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen.

Seine Amtsnachfolgerin Mona Neubaur (Grüne) hatte dagegen schon als Oppositionspolitikerin vor den Risiken gewarnt, mit Fracking das Grundwasser zu verunreinigen und Erdrutsche auszulösen (mehr News aus NRW bei RUHR24). DPA