Polizei muss eingreifen

Frau (57) klaut Baby aus Kinderwagen – Drama an Hauptbahnhof in NRW

Polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2020
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An einem Hauptbahnhof in NRW ist es zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen.

An einem Hauptbahnhof in NRW hat eine offenbar verwirrte Frau ein fremdes Kind aus einem Kinderwagen gestohlen. Die Bundespolizei musste eingreifen.

Mönchengladbach – Am Hauptbahnhof in Mönchengladbach (NRW) haben sich am Freitag (2. April) dramatische Szenen abgespielt. Eine fremde Frau griff in den Kinderwagen einer jungen Mutter und nahm das Kind an sich. Die Bundespolizei musste einschreiten.

StadtMönchengladbach
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner260.000 (2019)

Mönchengladbach: Frau klaut am Hauptbahnhof Baby aus Kinderwagen – Polizei greift ein

Die Frau (57) war am Osterwochenende im Hauptbahnhof in Mönchengladbach unterwegs. Im Personentunnel soll sie nach Angaben der Bundespolizei an den Kinderwagen einer fremden Mutter (19) getreten sein.

Nachdem die fremde Frau die Füße des Babys gestreichelt hatte, packte sie das Kind plötzlich und hob es aus dem Kinderwagen. Für die Mutter ein Alptraum, der noch schlimmer wurde: Die fremde Frau behauptete auch noch, dass das Kind ihr gehöre.

Mönchengladbach: Mutter (19) entreißt fremder Frau ihr eigenes Kind

Anschließend kam es zu einer Rangelei, bei der die 19-jährige Mutter versuchte, ihr Kind wiederzubekommen. Zunächst ließ die fremde Frau nicht los, berichtet die Polizei. Nach einem stärkeren Ruck hatte die Mutter ihr Kind jedoch wieder.

An einem Hauptbahnhof in NRW gab es einen dramatischen Einsatz der Polizei.

Die Bundespolizei war bereits alarmiert. Beamte entdeckten die betroffene Mutter mit ihrem Baby am Gleis 4 des Hauptbahnhofs in Mönchengladbach. Den Beamten berichtete sie, dass die Frau, die ihr das Baby entreißen wollte, noch in dem Zug (RB27) sitze, der dort auf dem Gleis stand.

Bundespolizei nimmt Frau am Hauptbahnhof Mönchengladbach fest

Die Bundespolizisten nahmen die 57-jährige Frau vorläufig fest, brachten sie aus dem Zug und zur Wache. Die junge Mutter und das Kind waren wohlauf und konnten die Wache schnell wieder verlassen.

Die beschuldigte Frau habe jedoch einen „sehr verwirren Eindruck“ gemacht, berichten die Beamten am Dienstag (6. April) in einer Pressemitteilung. Sie selbst gab an, erst vor kurzem aus psychiatrischer Behandlung entlassen worden zu sein.

Video: Kompass durch den Kinderwagen-Dschungel

Mönchengladbach: Frau wird in Klinik eingeliefert und bekommt Strafanzeige

Mitarbeiter des Ordnungsamts Mönchengladbach und ein Arzt entschieden anschließend, dass die Frau stationär in einer psychiatrischen Klinik behandelt werden sollte. Sie erwartet nun zudem ein Strafverfahren wegen des Entzugs Minderjähriger sowie wegen Körperverletzung.

Zuletzt wurde in Mönchengladbach eine Erzieherin zu lebenslanger Haft verurteilt, weil sie ein Kleinkind getötet hatte. Die Verurteilte war bereits vor der entsetzlichen Tat in anderen Kitas aufgefallen.