Spektakuläre Entdeckung: Forscher finden eine mehrere Millionen Jahre alte Höhle in NRW

Die "Windloch" genannte Höhle in der Tiefe des Ründerother Mühlenbergs soll nun ausführlich vermessen und untersucht werden.
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Die "Windloch" genannte Höhle in der Tiefe des Ründerother Mühlenbergs soll nun ausführlich vermessen und untersucht werden.

Höhlenforscher haben im Bergischen Land eine spektakuläre Entdeckung gemacht: Sie fanden eine mehrere Millionen Jahre alte, riesige Höhle.

Höhlenforscher haben im Bergischen Land eine spektakuläre Entdeckung gemacht: Im Ründerother Mühlenberg bei Engelskirchen fanden sie eine mehrere Millionen Jahre alte, riesige Höhle.

Es handelt sich um ein weit verzweigtes Höhlensystem. "Das ist riesengroß. Wir sind zweieinhalb Stunden durchgegangen und haben kein Ende gefunden ", sagt der Vorsitzende des Arbeitskreises Kluterthöhle (AKKH) Stefan Voigt, der die Höhle als erster Forscher betreten hatte

Höhle bis zu zehn Meter hoch

Bei bisherigen Erkundungen haben die Forscher Gänge mit einer Gesamtlänge von etwa einem Kilometer abgelaufen. "Besonders ungewöhnlich ist, dass die Gänge frei waren von Hindernissen ", sagt der Forscher Voigt.

Teilweise sind die Höhlen bis zu zehn Meter hoch und fünf Meter breit. Außerdem befinden sich Tropfsteine und Korallen in dem riesigen Höhlensystem.

"Windloch" wird nun ausführlich vermessen

Die "Windloch" genannte Höhle soll nun ausführlich vermessen und untersucht werden.

Der AKKH hat den Mühlenberg in den vergangenen Jahren immer wieder nach möglichen Höhlen abgesucht. Dort befinden sich viele Spalten und Löcher, die Hinweise auf die Höhlen gegeben haben.

Spalten gaben Hinweis auf die Höhle

Aus einer dieser Spalten trat im Winter Nebel aus. Das bestätigte den Verdacht auf die Höhle.

"Bei der Öffnung des Spalts kam uns sofort ein richtiger Luftzug entgegen und wir haben einen Schacht gefunden", berichtete Voigt.

Beim Ersteinstieg vor knapp zwei Wochen seilte er sich nach eigenen Angaben 15 Meter tief ab. Nach etwa fünf Metern habe sich der enge Schacht flaschenförmig geöffnet und schließlich den Blick in mehrere Abzweigungen freigegeben.

Wie groß das unterirdische Labyrinth tatsächlich ist, können die Forscher noch nicht abschätzen. Sie ist wohl nicht die größte Höhle im Rheinland.

Für die Öffentlichkeit soll das "Windloch" nicht zugänglich gemacht werden. Ganz in der Nähe befindet sich die Aggertalhöhle, die auch besichtigt werden kann. Mit dpa-Material