Ende des Zeltlagers

Sexuelle Übergriffe in NRW-Ferienlager: Betreuer im Visier der Ermittler

In einem NRW-Ferienlager soll es zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. Die Polizei ermittelt (Symbolfoto)
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In einem NRW-Ferienlager soll es zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. Die Polizei ermittelt (Symbolfoto)

Heftige Vorfälle bei einer Ferienfreizeit in NRW. Einem Mitglied des Betreuer-Teams werden sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

Lennestadt/NRW – Noch bevor die Ferien in NRW zu Ende gehen, kam es zu einem heftigen Vorfall in einem Ferienlager in Lennestadt. Vier Betreuerinnen einer Jugendfreizeit hatten am Montag (9. August) Anzeige gegen ein 28-jähriges Mitglied ihres Teams erstattet. Der Grund: sexuelle Übergriffe.

NRW: In einem Ferienlager soll es zu sexuellen Übergriffen gekommen sein

Seit über 40 Jahren fahren Jugendliche ins Sauerland, um in der Schützenhalle des Lennestädter Ortsteils Bilstein zwei Wochen ihrer Sommerferien dort zu verbringen. Auch das Angebot der St. Georg Hopsten Kirchengemeinde aus dem Kreis Steinfurt findet regelmäßig dort statt.

In diesem Jahr hat das Zeltlager jedoch ein abruptes Ende gefunden, da drei der Betreuerinnen Anzeige gegen einen ihrer Kollegen erstattet hatten. Wie die Polizei in einer gemeinsamen Erklärung mit der Staatsanwaltschaft bekannt gibt, soll es zu sexuellen Übergriffen bei drei Frauen, die zwischen 20 und 26 Jahre alt sind, gekommen sein.

Zeltlager in NRW findet abruptes Ende: Heftige Vorwürfe gegen Jugendbetreuer

Bevor sie bei der Polizei Lennestadt Anzeige erstattet hatten, sollen sie sich eigeninitiativ um psychologischen Beistand bemüht haben. In Begleitung einer Psychologin waren sie dann am Montag (9. August) auf der Polizeiwache erschienen, um die Vorfälle zu schildern und Anzeige gegen den 28-jährigen Betreuer aus dem Raum Steinfurt in NRW zu erstatten. Eine vierte Frau, die ebenfalls Opfer der sexuellen Übergriffe geworden sein soll, hatte danach auch Anzeige gegen den Mann erstattet.

Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe wurde das Zeltlager unmittelbar abgebrochen und die Ermittlungen der Polizei aufgenommen. „Zusätzliche Opferschutzmaßnahmen seitens der Kreispolizeibehörden sind angedacht“, heißt es außerdem in der Mitteilung der Polizei.

Sexuelle Übergriffe in NRW-Ferienlager: Ermittlungen gegen Betreuer dauern an

Was genau in dem Zeltlager in NRW passiert ist, ist noch unklar. Die Ermittlungen dauern an. Der Beschuldigte, der nach der Anzeige aus freien Stücken bei der Polizei erschienen sein soll, wurde zwischenzeitlich von der Polizei im Kreis Steinfurt zu dem Vorwurf des sexuellen Übergriffs vernommen.

Wie die Westfalenpost schreibt, soll es nach Angaben der Kirchengemeinde, die das Ferienlager organisiert hatte, zu keinen sexuellen Übergriffen der teilnehmenden Kinder gekommen sein. Die 56 Jugendlichen seien seit Dienstag (10. August) wieder zu Hause, obwohl das Ferienlager urspürnglich bis Samstag (14. August) geplant war.

Auf der Homepage der St. Georg Hopsten Kirchengemeinde hat man sich ebenfalls bereits zu den Vorwürfen geäußert. Dort heißt es, dass es nach einem Vorfall innerhalb des Betreuerteams nicht mehr möglich war, das „Lager verantwortungsvoll zu Ende führen“. In gemeinsamer Absprache habe man daher das Ende des Zeltlagers im Sauerland beschlossen.