Notlage in den Alpen

NRW-Familie sorgt für Kopfschütteln bei Ausflug in die Berge

Familie aus NRW mit ihrem Auto auf einer Alm in Bayern
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Bei einem Urlaubsausflug in Bayern kam eine Familie aus NRW in eine Notlage.

Eine Familie aus NRW hat bei ihrem Urlaub in Bayern einen riskanten Ausflug teuer bezahlt. Bei der Bergwacht gab es nur Unverständnis.

Bayern/NRW – Es hätte ein schöner Ausflug werden können – für eine fünfköpfige Familie aus NRW endete der Trip auf eine Alm in Bayern jedoch in einer Katastrophe. Die Familie brachte sich selbst in eine hilflose Situation: Polizei und Bergwacht eilten zur Hilfe.

AlmSteiner Alm
Höhe1.028 Meter
LagePiding, Oberbayern

Familie aus NRW macht Urlaub in Bayern: Abkürzung zur Alm geht schief

Aber von vorne: Bereits am Sonntag (11. Oktober) hatte sich die Familie aus Nordrhein-Westfalen auf ihren Ausflug in Richtung der Chiemgauer Alpen begeben. Der Fußmarsch zur Steiner Alm im Berchtesgadener Land schien den Urlaubern jedoch zu beschwerlich zu sein.

Man entschied sich deshalb, den Weg mit dem Auto zu bestreiten. Wie die Bild berichtet, habe der Vater dafür einfach den Weg vom Wanderparkplatz über die Forststraße in Richtung Alm ins Navigationssystem eingegeben. Das Problem an der Sache: Dieser ist für die Durchfahrt von Privatfahrzeugen gesperrt, teilte die Polizei Oberbayern Süd gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Die Bergwacht in Bayern eilte den Urlaubern aus NRW zur Hilfe.

Urlauberfamilie aus NRW muss auf dem Weg zur Alm den Notruf absetzen

Dafür, dass die Familie aus NRW es sich leicht machen wollte, bekam sie dann auch prompt die Quittung. Nach vier Kilometern endete die Irrfahrt aufgrund eines Defekts am Motor an einem Steilstück. Außerdem war das Heck des Autos auf dem groben Untergrund der Schotterstraße aufgesetzt.

Für die Urlauber ging es mit ihrem Auto weder vor, noch zurück. Der Vater sah deshalb keinen anderen Ausweg, als Hilfe zu rufen. Er setzte schließlich einen Notruf ab.

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Familie aus NRW befindet sich in Notlage: Polizei und Bergwacht in Bayern helfen

„Wegen unklarer Angaben über den Standort der Familie im möglicherweise unwegsamen Gelände wurde vorsorglich die Bergwacht alarmiert“, heißt es vonseiten der Polizei in Bayern. Mit deren Hilfe gelang es einer Streifenbesatzung der Polizei Bad Reichenhall, die hilflose Familie aus NRW zu lokalisieren.

Die Einsatzkräfte ermutigten den Vater schließlich, der noch immer am Steuer des Wagens saß, eigenständig zu einer Wendemöglichkeit zu fahren. Von dort aus konnten Polizei und Bergwacht die verirrte Familie sicher zurück ins Tal leiten. Den Mann erwartet nun ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit, da er die für den öffentlichen Verkehr gesperrte Forststraße befahren hatte. Mit dpa-Material