Polizei warnt

Falschgeld in NRW im Umlauf! So kann man die miesen Tricks der Betrüger erkennen

In Dortmund ist ein Mann (23) mit Falschgeld betrogen worden. Die Polizei in NRW warnt vor Betrügern. So können Verbraucher falsche Geldscheine erkennen.

Dortmund/Münster/NRW - Ein junger Mann will am Hauptbahnhof in Dortmund Zigaretten kaufen. Die Kassiererin bemerkt, dass er mit Falschgeld zahlen will - und ruft die Polizei. Am Ende fliegt ein großer Schwindel auf, wie RUHR24.de* berichtet. Jetzt warnt die Polizei in NRW vor Filmgeld.

Dortmund: Mann will mit Falschgeld zahlen - Polizei deckt Betrug auf

Der 23-Jährige aus Attendorn (Sauerland) wollte am Hauptbahnhof Dortmund mit falschen Geldnoten zahlen. Die Kassiererin merkte, dass die Geldscheine nicht echt waren und rief die Polizei. Der Kunde war sich zunächst keiner Schuld bewusst und zog einen weiteren 20-Euro-Schein aus der Brieftasche. Doch auch der war eine Fälschung.

Auf der Wache der Bundespolizei in Dortmund gab der 23-Jährige zu: Er hatte die Scheine zuvor getauscht. Ein Fremder hatte bei ihm dringend Geld wechseln wollen. Er soll ihm für 30 Euro im Gegenzug sogar 40 Euro gegeben haben. Erst nach dem vermeintlich guten Tausch habe er bemerkt, dass die 20-Euro-Scheine nicht echt gewesen seien. Auch in Essen hatte ein Pärchen versucht, mit Falschgeld in einem Kiosk zu zahlen. 

Falschgeld: So erkennt ihr die gefälschten Geldscheine und Filmgeld

Dieser Fall von Ende Januar wird nun wieder aktuell. Denn in Münster sind allein in den vergangenen drei Monaten mehr als 70 gefälschte 10-, 20- und 50-Euro-Scheine aufgetaucht. Das berichtet die Polizei Münster.

Bei den Blüten handelt es sich demnach um sogenanntes Fernsehgeld oder "Movie Money". Es wird bei Filmaufnahmen benutzt und ist anhand mehrerer Aufdrucke von echtem Geld zu unterscheiden:

  • "Prop Copy"
  • "Movie Money"
  • "EURO-PROP-EBPO"
  • "This is not legal"

Zu finden sind diese Aufschriften auf der Vorderseite unter dem EU-Symbol. Dort steht statt der Signatur des EZB-Chefs Mario Draghi nur "Movie Money". Links neben dem Aufdruck des Bauwerks steht statt "Euro" in drei Schreibweisen nur "EURO-PROP-EBPO" untereinander.

Das Falschgeld ist an einer Aufschrift wie "Movie Money" zu erkennen.
Die Aufschrift "Prop Copy" auf dem Geldschein verrät, dass es sich um Falschgeld handelt.

Auf der Rückseite der falschen Scheine ist rechts etwa der Schriftzug "Prop Money" in blauen Lettern zu lesen. Weitere Hinweise dazu, wie ihr Falschgeld erkennt, gibt es bei der Bundesbank.

Geldfälschung: Es drohen Freiheitsstrafen

Das Problem bei dem Filmgeld: Die Aufschrift ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Die Polizei rät deshalb: Geldscheine immer genau prüfen! Auch Eltern sollten bei ihren Kindern auf solche Scheine achten.

Wer falsche Geldscheine in Umlauf bringt, macht sich wegen Geldfälschung strafbar. "Dieser Tatbestand ist als Verbrechen eingestuft und kein Kavaliersdelikt", warnt die Polizei. Es drohen Freiheitsstrafen von mindestens mehreren Monaten bis hin zu einigen Jahren.

ffo

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