Über 800 Kilogramm Sprengstoff

Mega-Blindgänger in Essen erfolgreich entschärft – alle Sperrungen aufgehoben

Der Blindgänger in Essen konnte erfolgreich entschärft werden. Von der Evakuierung waren ungewöhnlich viele Menschen betroffen.

Essen – In Essen-Stoppenberg ist am Dienstag (12. Oktober) ein Blindgänger gefunden worden. Die Bombe, eine britische Luftmine mit drei Aufschlagzündern, ist am Mittwoch (13. Oktober) entschärft worden. Insgesamt waren fast 40.000 Menschen von der Entschärfung betroffen. Der genaue Fundort lag an der Straße Kapitelacker.

StadtEssen
Einwohner591.032
Fläche210,3 km²

Bombe in Essen erfolgreich entschärft – Sperrungen in Stoppenberg aufgehoben

Update, Mittwoch (13. Oktober), 21.24 Uhr: Geschafft! Wie die Stadt Essen mitteilt, wurde der Blindgänger soeben erfolgreich entschärft. Die Straßensperrungen werden jetzt nach und nach wieder aufgehoben. Die Feuerwehr und weitere Hilfseinrichtungen starten zudem den Rücktransport von Bewohnern aus Einrichtungen.

Update, Mittwoch (13. Oktober), 19.59 Uhr: Die Krankentransporte und andere Evakuierungsmaßnahmen sind nun abgeschlossen. Die Entschärfung beginnt, berichtet die Stadt Essen via Twitter.

Mega-Bombe in Essen: Evakuierung dauert länger, Entschärfung verzögert sich

Update, Mittwoch (13. Oktober), 19.04 Uhr: Obwohl der zweite Evakuierungsdurchgang bereits abgeschlossen ist, kann der Kampfmittelräumdienst noch nicht mit der Entschärfung der Luftmine beginnen. Grund dafür sind mehrere noch ausstehende Krankentransporte, teilt die Stadt mit.

Update, Mittwoch (13. Oktober), 17.44 Uhr: Auch der äußere Kreis der Evakuierungsradius wird nun zugezogen, Einschränkungen im Straßenverkehr sind daher möglich. Gleichzeitig wird nahe der Fundstelle der Bombe eine Lichtanlage installiert, berichtet die WAZ. Die Feuerwehr stellt sich wohl auf eine Entschärfung in der Dunkelheit ein.

Update, Mittwoch (13. Oktober), 16.29 Uhr: Der erste Evakuierungsdurchgang ist abgeschlossen, teilt die Stadt Essen unter anderem via Twitter mit. Der innere Kreis des Evakuierungsgebietes soll nun nach und nach zugezogen werden. Anschließend startet der zweite Durchgang.

Entschärfung der Luftmine in Essen: Der aktuelle Stand der Evakuierung

Update, Mittwoch (13. Oktober), 14.40 Uhr: Die Stadt Essen gibt einen Zwischenstand zur Evakuierung durch. Von insgesamt achte Pflegeeinrichtungen im Evakuierungsgebiet sind bereits drei vollständig geräumt. Bei den anderen haben über die Hälfte der Bewohner die Häuser verlassen. Von Anwohnern wurden rund 100 Krankentransporte angemeldet, von denen 40 bereits abgearbeitet sind.

In den Betreuungsstellen sind schon einige Betroffene angekommen – in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule sind etwa 100 Personen, in der Weststadthalle 40 Personen eingetroffen.

Mega-Bombe in Essen wird entschärft – Evakuierung des inneren Kreises gestartet

Update, Mittwoch (13. Oktober), 11.50 Uhr: Mit einer Warnung per „Nina“-App und Lautsprecherdurchsagen ist die Evakuierung der Sperrzone in Essen-Stoppenberg gestartet. Auch die beiden Betreuungsstellen sind ab sofort für Anwohner geöffnet (siehe Karte).

Noch ist unklar, wann die 800-Kilo-Bombe in Essen entschärft werden kann. Bereits ab Mittag rechnet die Ruhrbahn jedoch mit Einschränkungen auf zahlreichen Linien in Essen.

Bombe in Essen: Deutsche Bahn fährt Umleitungen auf zwei Strecken

Auch auf den Verkehr der Deutschen Bahn hat die Entschärfung des Blindgängers in Essen Auswirkungen. Folgende Strecken werden daher vorübergehend gesperrt, sobald es ernst wird:

  • Essen Hauptbahnhof – Gelsenkirchen
  • Oberhausen – Altenessen – Gelsenkirchen

Blindgänger in Essen: Evakuierung erster Anwohner gestartet – Sirenen und „Nina“-Warnung

Update, Mittwoch (13. Oktober), 9.40 Uhr: Mittlerweile läuft die Evakuierung der Pflegeeinrichtungen in Essen-Stoppenberg. Gegen 10.30 Uhr sollen dann die weiteren Anwohner aus ihren Wohnungen geholt werden. Dann sollen auch Sirenen ertönen und eine „Nina“-Warnung erfolgen. Rund 11.000 Anwohner sollen direkt betroffen sein.

Die Kampfmittelbeseitigung ist bereits vor Ort. Wann genau der laut Stadt „größte Blindgänger in Essen seit Jahrzehnten“ entschärft werden kann, hängt davon ab, wie schnell die Evakuierung abläuft.

In Essen-Stoppenberg wird heute ein Blindgänger entschärft.

Essen: Bombe in Stoppenberg wird heute entschärft – Tausende Anwohner von Evakuierung betroffen

Update, Mittwoch (13. Oktober), 6.40 Uhr: Damit die Luftmine in Essen-Stoppenberg heute entschärft werden kann, müssen zuvor rund 11.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Der detaillierte Evakuierungsradius (PDF) zeigt die zwei Kreise. Nach Angaben der Stadt Essen werden:

  • ab 8.30 Uhr die Alten- und Pflegeheime evakuiert.
  • Ab 10.30 Uhr müssen auch die restlichen Anwohner aus ihren Häusern.

Anwohner im äußeren Kreis müssen für die Dauer der Entschärfung in ihren Wohnungen bleiben und sollten die dem Fundort abgewandte Seite des Hauses aufsuchen.

Zwei Evakuierungsstellen sind für die Anwohner in Essen-Stoppenberg eingerichtet worden (siehe Karte). Sie sollen voraussichtlich ab 10.30 Uhr öffnen:

  • Gustav-Heinemann-Gesamtschule (Schonnebeckhöfe 64, Essen)
  • Weststadthalle (Thea-Leymann-Straße 23, Essen)

Essen: Bombe in Stoppenberg sorgt für große Evakuierung

Ursprungsmeldung, Dienstag (12. Oktober), 18 Uhr: Der Blindgänger sei im Rahmen von Sondierungsarbeiten entdeckt worden, wie die Stadt Essen mitteilt. Die Evakuierung ist erst für Mittwoch (13. Oktober) angesetzt, „da die Evakuierung eine längere Vorlaufzeit benötigt“, heißt es von der Stadt dazu. Die Fundstelle soll in der Zwischenzeit streng überwacht werden. Der Start der Evakuierung ist für 8:30 Uhr angesetzt.

Wo genau wird evakuiert? Die Stadt Essen gibt einen Umkreis von einem Kilometer um die Fundstelle als Evakuierungsgebiet an. Im nächstgelegenen Umkreis, also zwischen einem und zwei Kilometern, wird außerdem eine Empfehlung für Bewohner ausgesprochen. Sie sollen sich während der Entschärfung möglichst in den Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen. Der Aufenthalt im Freien ist für beide Bereiche untersagt (mehr aktuelle News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24 lesen).

Evakuierung in Essen: Im inneren Bereich werden die Anwohner evakuiert, im äußeren Bereich müssen sie sich luftschutzmäßig verhalten.

Somit müssen 11.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen, weitere 27.000 Menschen müssen sich in ihren Häusern und Wohnungen entsprechend luftschutzmäßig verhalten. Die Zahl der insgesamt 38.000 betroffenen Personen ist selbst für das Blindgänger-erfahrene Ruhrgebiet ungewöhnlich hoch.

Evakuierung wegen Bombe in Essen: Bürgertelefon ab 8 Uhr erreichbar

Für evakuierte Personen werden noch Betreuungsstellen eingerichtet, die weiterhin aktuelle pandemische Lage soll dabei von der Feuerwehr berücksichtigt werden. Das Bürgertelefon zur Bombenentschärfung wird unter der Nummer 0201/123 8888 eingerichtet und ist am Dienstag (12. Oktober) noch bis 18 Uhr erreichbar. Am Mittwoch (13. Oktober) ist das Bürgertelefon ab 8 Uhr erreichbar.

Die Stadt Essen weist außerdem darauf hin, dass Einschränkungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV) während der Entschärfung möglich seien. Gleiches gilt für den Autoverkehr. Autofahrer werden zudem gebeten, das Gebiet großräumig zu umfahren.

Bei der Bombe handelt es sich um die erste Luftmine, die in jüngerer Vergangenheit in Essen entschärft wird. Sie enthält mit rund 840 Kilogramm mehr Sprengstoff also bisher gefundene Blindgänger in Essen, wie etwa zuletzt an der A52. Der Radius der Evakuierung sei deswegen erheblich größer.

Rubriklistenbild: © Markus Gayk/DPA

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