Klimawandel

11 Millionen Menschen in NRW droht 2050 der Hitze-Hammer

Der Sommer 2022 war heiß und trocken. Die Folgen des Klimawandels dürften in Zukunft noch extremer ausfallen. Die Landesregierung will entgegenwirken.

NRW – Für das Jahr 2022 dürfte die extremste Hitze überstanden sein. Gerade der August hat NRW einige Wetter-Rekorde beschert. In Zukunft werden wir uns auf immer mehr solcher Hitze-Peitschen einstellen müssen. Schon jetzt leiden Millionen Menschen an enormer Hitzebelastung. Bis 2050 werden sich die Zahlen laut des Landes NRW wohl fast verdoppeln.

ThemaKlimawandel
FolgeHitzebelastung in NRW
InstitutionNRW-Umweltministerium

Bis zu 11 Millionen Menschen in NRW werden unter Hitze-Peitsche leiden

Das prognostiziert das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW. Nach Angaben des Amts sind derzeit bereits 6,9 Millionen Menschen in NRW von Hitzebelastung betroffen. Besonders in dicht besiedelten Gebieten sei das ein Problem. Davon gibt es in NRW viele.

Das Landesamt rechnet damit, dass bis zum Jahr 2050 rund 11 Millionen Menschen unter der Hitzebelastung leiden werden. Durch den Klimawandel werden die Temperaturen weiter steigen. Die Sommer werden nach Berechnungen von Experten heißer und trockener. Extremwetter in NRW wird häufiger, das haben nicht zuletzt die Flutkatastrophe 2021 und die Hitze-Rekorde in diesem Jahr gezeigt.

Land NRW entwickelt Gesetz zur Klimaanpassung weiter

Das Land NRW versucht schon länger, die Folgen des Klimawandels mit verschiedenen Maßnahmen abzumildern. Bisher scheinen diese jedoch wenig zielführend zu sein. Jetzt will das Umweltministerium das sogenannte Klimaanpassungsgesetz weiterentwickeln.

Das Gesetz verpflichtet Träger öffentlicher Aufgaben, Klimafolgen bei Planungen und Entscheidungen zu berücksichtigen. Wie NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) jetzt bekannt gab, hat das Ministerium einen sogenannten Klimaanpassungs-Check für Kommunen veröffentlicht. Dieser solle „einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Gesetzes“ liefern.

Kommunen in NRW sollen Klimasignale richtig deuten und Maßnahmen ergreifen

Mit dem Klimaanpassungs-Check will das Land den Städten und Kommunen Tipps geben, wie sie sich frühzeitig auf Folgen des Klimawandels einstellen können. Ob das jedoch bei dem aktuellen Fortschritt des Klimawandels sinnvoll ist, darf bezweifelt werden. Unter anderem wird den Kommunen geraten, sich auf Klimasignale wie Hitze, Trockenheit und Starkregen einzustellen und diese richtig zu deuten. So soll der Check helfen, klug zu handeln.

Der ausgetrocknete Rhein in Düsseldorf.

„Klimaanpassung ist vorausschauendes Handeln und schützt Menschen und Infrastruktur“, begründet Umweltminister Krischer den Klimaanpassungs-Check. Es wird sich zeigen, inwiefern das Gesetz und der Check vorausschauendes Handeln ermöglichen. Sicher tun Städte und Kreise schon einiges dafür, das Klima zu schützen. Die Frage bleibt aber, ob eine Broschüre des Landes mit Tipps und Hinweisen weiterhilft, die Klimaschutzmaßnahmen zu intensivieren (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago

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