Corona-Impfungen

NRW gegen Spahn: Düsseldorf geht wegen Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte auf Konfrontationskurs

Sollen ungeimpfte Menschen Einschränkungen in der Pandemie bekommen? Die CDU und FDP in NRW gehen auf Konfrontationskurs mit Jens Spahn (CDU).

Düsseldorf – Die Frage nach Einschränkungen für ungeimpfte Menschen beschäftigt die Debatte in der Corona-Pandemie* aktuell, wie RUHR24* berichtet. Auch der Landtag in NRW hatte das Thema in einer außerordentlichen Sitzung am Donnerstag (5. August) auf der Agenda.

BundesgesundheitsministerJens Spahn (CDU)
BundeslandNordrhein-Westfalen
ThemaEinschränkungen für Ungeimpfte

Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte: Jens Spahn (CDU) verschickt Vorschläge an die Bundesländer

Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin hatte einen Bericht an die Bundesländer geschickt. In dem Bericht ging es um Vorschläge, wie die aktuell grassierende vierte Corona-Welle flach gehalten werden kann.

Dabei war auch, wie die Tagesschau berichtet, über Einschränkungen von Ungeimpften die Rede. Je nach Inzidenz oder Rate von schweren Verläufen in Krankenhäusern könne es zu Einschränkungen für Ungeimpfte kommen.

Im Detail geht es um Kontaktbeschränkungen, Begrenzungen von Teilnahme oder ein Ausschluss von Veranstaltungen oder Gastronomie. Ganz hart: Auch negative Tests könnten dann für Ungeimpfte nicht mehr zählen.

Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte: FDP in NRW spricht sich dagegen aus

Die Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sorgte für eine Debatte in Landtag von NRW*, wie die WAZ berichtet.

Armin Laschet spricht im ZDR-Sommerinterview über das Corona-Thema Impfpflicht – von einer direkten oder indirekten Impfpflicht halte er nichts.

Eine Benachteiligung von getesteten Menschen sei für die FDP in NRW nicht akzeptabel. Das sei eine Freiheitseinschränkung und gelte als rechtlich nicht haltbar.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet: Von einer direkten oder indirekten Impfpflicht halte er nichts

Allerdings, so die FDP, sei man offen für das Ende der kostenlosen Corona-Tests. Der Grund: Für jeden Menschen in Deutschland werde es in den kommenden Wochen ein Impfangebot geben. Man solle daher überprüfen, ob kostenlose Tests noch Sinn ergeben.

Auch aus anderen vor allem SPD-geführten Bundesländern gibt es Gegenwind. So haben sich die Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (Brandenburg), Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte dagegen ausgesprochen.

Auch CDU-Kanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet* hat sich gegen eine direkte oder indirekte Impfpflicht in Deutschland ausgesprochen.

Im ZDF-Sommerinterview, in dem er unter anderem auch über die Corona-Pandemie gesprochen hat, sagte der NRW-Ministerpräsident, dass er nichts von einer Impfpflicht halte. Zudem sei auch indirekter Druck, dass Menschen sich impfen lassen sollen, nicht der richtige Weg. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Federico Gamberini, Wolfgang Kumm/dpa ; Collage: RUHR24

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