Cyberkriminelle treiben ihr Unwesen

"Richtet hohe Schäden an": LKA und Polizei warnen vor gefährlicher E-Mail in NRW

Aktuell warnen das Landeskriminalamt (LKA) und die Polizei NRW vor einer üblen Mail, die im Umlauf ist. Die E-Mail kann hohe Schäden anrichten. 

  • Die Schadsoftware "Emotet" wütet aktuell in NRW.
  • Das Landeskriminalamt warnt Bürger.
  • Jetzt schon hat der Virus für enormen Schaden gesorgt.

Dortmund - In NRW kursiert aktuell eine schädliche Software auf E-Mails, die laut Landeskriminalamt (LKA) für enorme Schäden sorgt - und auch schon gesorgt hat. Betroffen sind Unternehmen, Behörden und auch Privatleute. Zuletzt hatte die Ruhr-Universität Bochum mit einem ähnlichen Fall zu kämpfen.

Schadsoftware

Emotet

Form

"Banking-Trojaner"

Form der Attacke

E-Mail

Landeskriminalamt NRW warnt vor Schadsoftware "Emotet" in E-Mails

Das Trügerische an "Emotet" ist, dass es in E-Mails versteckt ist, die offiziellen Mails zum Täuschen ähnlich sehen. Folgt man dem Link oder öffnet die enthaltene Datei, wird der Virus automatisch heruntergeladen. Deshalb gilt die Software als eine der größten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit. 2019 schon kursierten etwa gefälschte Amazon-E-Mails durch Deutschland.

Perfide: Ist die schädliche Software einmal auf dem PC, greift sie auf die Kontakte im Mailpostfach zu. Danach versendet die Schadsoftware Mails im Namen des Opfers - ebenfalls mit schädlichen Links und Anhängen. Die Empfänger fühlen sich vermeintlich sicher und könnten die Anhänge öffnen.

E-Mail: Antiviren-Software hilft laut LKA NRW nicht immer vor "Emotet"

Selbst Menschen mit einer Antiviren-Software sind nicht sicher, warnt das LKA. "Bei jedem Abruf verändert die Schadsoftware ihren Code, so dass die Antiviren-Programme den Trojaner nicht als solchen erkennen", heißt es von den Experten des Landeskriminalamts. Das schädliche Programm kann sich so immer weiter ausbreiten.

Erste Folgen hat es in dieser Woche bereits gegeben. Eine Firma aus NRW wurde Opfer dieser gefährlichen E-Mail. Das Programm verschaffte sich Zugang zu den E-Mail-Kontakten und versendete die schädliche E-Mail an 36.000 weitere Firmen. In einem anderen, ähnlichen Fall spricht das LKA von einem Schaden in Höhe von 100.000 Euro.

LKA warnt: Schadsoftware aus E-Mail installiert "Trickbot"

Besonders bitter ist auch, dass in manchen Fällen mehrere Schadprogramme auf den PC des Opfers installiert werden - etwa eines mit dem Namen "Trickbot". Dieser Banking-Trojaner verschlüsselt das System, der Nutzer hat keinen Zugang mehr zu seinem eigenen PC.

Das LKA in Nordrhein-Westfalen warnt vor der Schadsoftware "Emotet" - sie richtet großen Schaden an.

Das LKA warnt: "Die Cyberkriminellen drohen den Opfern, die Systeme nicht mehr freizugeben oder gar ihre Daten zu veröffentlichen und erpressen auf diese Weise Geld, meist in Form von Bitcoin-Zahlungen."

LKA NRW gibt Tipps zum Schutz vor Schadsoftware "Emotet" in E-Mails

Wer betroffen ist oder niemals betroffen sein will, für den hat das LKA folgende Tipps:

  • Keine Zahlungen an die Täter leisten und die Taten bei der Polizei zur Anzeige bringen,
  • Sich und die Systeme schützen,
  • Sicherheitsupdates und Antiviren-Software installieren und aktuell halten,
  • keine verdächtigen Links öffnen und keine Anhänge aus E-Mails laden, deren Echtheit nicht überprüft wurden - kritisch sein!

Schadstoffware "Emotet" kann Verlust von Daten bedeuten

Für Privatanwender kann eine Infektion mit der Schadsoftware den Verlust von Daten, insbesondere wichtiger Zugangsdaten, bedeuten. Wer infiziert ist, sollte sein Umfeld informieren, speziell die Mailkontakte. Wichtig ist es auch, nach einer Infektion alle Zugangsdaten, die im Browser gespeichert waren, zu ändern. In schlimmen Fällen raten Experten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik dazu, den Rechner neu aufzusetzen.

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