Kurioser Einsatz

Feuerwehr in NRW: „Dicke Katze“ in Not entpuppt sich als ganz anderes Tier

Die Feuerwehr in NRW sollte eine „Katze“ retten.
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Die Feuerwehr in NRW sollte eine „Katze“ retten.

Ein Einsatz der Feuerwehr Bad Salzuflen endete mit einer Überraschung. Eigentlich sollten sie eine Katze aus einem Baum retten. Dann kam alles ganz anders.

Bad Salzuflen – Kuriose Einsätze mit Tieren gehören zur Arbeit der Feuerwehrleute in Nordrhein-Westfalen dazu. In Bad Salzuflen hatten Anwohner am Donnerstag (6. Januar) die Retter gerufen, weil sie sich Sorgen um eine „gut genährte Katze“ machten, die hoch in einem Baum festsaß.

StadtBad Salzuflen
BundeslandNRW
Einwohner56.000

NRW: Feuerwehr soll „Katze“ aus Baum retten – und wird überrascht

Als die Feuerwehr im Gröchteweg in Bad Salzuflen (Kreis Lippe) eintraf, saß tatsächlich ein recht dickes Tier „in luftiger Höhe“ in einem Baum. Bloß: Eine Katze war es nicht (alle News aus NRW auf RUHR24 lesen).

„Bei genauer Betrachtung mittels Fernglas dann die Überraschung: Die Katze war ein Waschbär. Seelenruhig nahm er ein Bad in der Mittagssonne und würdigte das Eintreffen der Feuerwehr lediglich mit einem kurzen müden Blick“, schreibt die Feuerwehr Bad Salzuflen am Freitag (7. Januar).

In Bad Salzuflen saß ein Waschbär in einem Baum.

Waschbär in NRW: Einsatz der Feuerwehr war „schon etwas Besonderes“

Das war offenbar auch für die Feuerwehr ein Novum. Ein Anwohner des nahe gelegenen Waldes berichtete den Rettern, dass der Waschbär es sich regelmäßig in dem Baum gemütlich mache. „Da die Tiere jedoch in der Regel nachtaktiv sind, war der Anblick und der Einsatz schon etwas Besonderes“, schreibt die Feuerwehr Bad Salzuflen.

Dass Waschbären auf Bäume klettern, sei jedoch eine natürliche Verhaltensweise, „glücklicherweise schaffen sie den Abstieg selbst“. Eingreifen mussten die Retter also nicht. Das kam dem Waschbären wohl auch ganz gelegen: „Er verblieb in den Baumwipfeln und genoss sein Sonnenbad.“ Zuvor hatte ein Waschbär in Hagen bereits für ein Verkehrschaos gesorgt.

Waschbären breiten sich seit Jahrzehnten in Deutschland und NRW aus

Der Waschbär (Procyon lotor) gehört zu den Kleinbären und wird etwa einen Meter lang und bis zu zehn Kilogramm schwer, schreibt der Nabu. In NRW sind Waschbären demnach vor allem in Ostwestfalen-Lippe und dem Süderbergland verbreitet.

Ursprünglich stammen die Tiere aus Nord- und Mittelamerika. Seit den 30er-Jahren verbreiten sich die Tiere mit dem Ringelschwanz und der auffälligen Gesichtsmaske auch in Deutschland. Mit seinen flinken Händen könne der Waschbär gut klettern, schreiben die Naturschützer. Tagsüber schläft er in der Regel aber in Baumhöhlen oder auf Dachböden.