Ab dem 13. Januar 2022

NRW: Das ist bei den Corona-Selbsttests unter Aufsicht zu beachten

Corona-Selbsttests für zu Hause können in NRW ab dem 13. Januar unter Aufsicht offiziell verwendet werden. Wie funktioniert das Prozedere?

Dortmund – NRW* schafft mit seiner neuen Coronaschutzverordnung mit Eintritt zum 13. Januar eine Erleichterung der Regeln. Ab diesem Zeitpunkt dürfen herkömmliche Corona-Selbsttests für daheim als offizieller Nachweis für den Eintritt in bestimmte Einrichtungen mit 3G- oder 2G-Plus-Regelung verwendet werden. RUHR24* erklärt die genauen Regeln.

7-Tage-Inzidenz NRW395,7 (Stand: 12. Januar)
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten8,69 Prozent
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz2,85

Corona-Selbsttest unter Aufsicht in NRW ab 13. Januar offiziell erlaubt

Das „Testen vor Ort“ kann ab sofort etwa in der Gastronomie, in Fitnessstudios oder Wellnessangeboten angewandt werden – eben dort, wo ein Test verlangt wird. Besucher, die dort einen negativen Corona-Test erbringen müssen, müssen diesen Test nicht mehr an einer offiziellen Stelle machen lassen, sondern können den Test vor Ort an sich selbst vornehmen.

Die Testpflicht in 2G-Plus und 3G-Betrieben gilt aber nicht für jeden*. Wer geboostert (drei Impfungen) ist oder in den letzten drei Monaten von einer Corona-Infektion genesen ist, muss sich nicht testen lassen. Es reicht dann der Booster- oder der Genesenen-Nachweis. Die Testbefreiung gilt sofort nach der Booster-Impfung.

Zurück zum Selbsttest für alle Nicht-Geboosterten und alle Nicht-Genesenen. Dieser muss unter Aufsicht durchgeführt werden. Im Falle des Restaurants könnte das ein dafür geschulter Kellner sein. In einem Schwimmbad etwa ein eingewiesener Bademeister. Der Selbsttest darf weder von Videokameras noch von anderen Gästen „kontrolliert“ werden.

NRW-Regel: Corona-Selbsttest muss in Deutschland zugelassen sein

Außerdem muss der Selbsttest auf dem deutschen Markt zugelassen sein (Hier ist die offizielle Liste der zugelassenen Antigen-Selbsttests). Wichtig: Ob man sich vor Ort selbst auf das Coronavirus* testen darf, entscheidet jeder Betrieb selbst. Es kann sein, dass manche Betriebe sich dagegen entscheiden. Dann bleibt nur noch der Weg über die offiziellen Schnelltest-Zentren (Bürgertests).

Das Personal der zu besuchenden Einrichtung (etwa das Restaurant oder das Fitnessstudio) muss nicht nur den Selbsttest des Besuchers beaufsichtigen, sondern auch die Daten des Gastes aufnehmen. Während der Gast auf das Ergebnis des Selbsttests wartet, muss er sich von Gästen und Mitarbeitern der besuchten Einrichtung absondern – etwa draußen warten oder aber in einem getrennten Raum Platz nehmen.

NRW-Corona-Regel: Selbsttest unter Aufsicht ist nur im jeweiligen Betrieb zulässig

Sobald der Selbsttest negativ ist, darf die Person die Einrichtung betreten – als frühestens nach 15 Minuten. Obacht: Das Testergebnis berechtigt nur zum Eintritt für die hier gewählte Einrichtung – und zwar für maximal 24 Stunden (hier weitere Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

Ein Corona-Selbsttest ist jetzt in NRW auch offiziell zugelassen – unter bestimmten Bedingungen.

Für den Eintritt in eine weitere Einrichtung muss ein weiterer Selbsttest gemacht werden. Beispiel: Bar-Hopping mit einem Selbsttest ist eher unpraktikabel, da der Test in jeder Bar neu gemacht werden müsste. Hier empfiehlt sich ein offizieller Schnelltest mit ausgestelltem Zertifikat, der für 24 Stunden gültig ist.

Coronavirus in NRW: Bei positivem Selbsttest folgt sofortige Quarantäne

Bei positivem Selbsttest ist der Eintritt in die gewählte Einrichtung natürlich nicht gestattet. Dann greifen die aktuellen NRW-Quarantäne-Regeln*.

Wichtig: Laut NRW-Landesregierung muss man folgende vier Dinge „können“, um den Corona-Selbsttest vor Ort an sich vornehmen zu dürfen:

  • Man muss den jeweiligen Beipackzettel lesen, verstehen und anwenden können,
  • Man muss die Auswertung des Testergebnisses beherrschen und die Folgen positiver/negativer Testergebnisse kennen,
  • Man muss die Befolgung der AHA-L Regeln (Abstabd, Hygiene, Maske) bei der Testung beherrschen,
  • Man muss die Bedingungen zur Lagerung, Mindesthaltbarkeit und Anwendung des Selbsttests kennen.

Einrichtungen, die den Selbsttest vor Ort anbieten, müssen das Testergebnis so lange dokumentieren, bis der Gast die Einrichtung wieder verlässt. Danach kann das Ergebnis vernichtet werden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte, John Macdougall/DPA; Collage: RUHR24

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