Vorgabe vom RKI

NRW: Corona-Regel für „Genesene“ verändert – Tausende Bürger betroffen

Wer eine Corona-Erkrankung durchgemacht hat, galt bisher ein halbes Jahr als genesen – und war damit geimpften Personen überall dort, wo 2G gilt, gleichgestellt. Das hat sich nun geändert.

NRW – Geimpft oder Genesen? Wer eine Corona-Infektion überstanden hat, hat in der Regel Antikörper gegen das Virus gebildet – ebenso wie Geimpfte. Den Status „genesen“, und damit den Zugang zu allen 2G-beschränkten Einrichtungen, behielt man bisher sechs Monate. Doch mit der Ausbreitung von Omikron sah sich das Gesundheitsministerium gezwungen, diese Zeitspanne zu verkürzen. Wie RUHR24* weiß, gilt die neue Statusdauer in NRW* bereits seit Mitte Januar

Corona-Regel2G (geimpft/genesen)
ArtZugangsbeschränkung
Verschärfte Versionen2Gplus oder 2G ++

Corona in NRW: Zutritt nur für 2G: Status „genesen“ läuft nun schneller ab

Nach einer durchgemachten Corona-Infektion oder einer Impfung bauen Menschen zumindest vorübergehend einen gewissen Schutz gegen das Coronavirus auf. Bislang galt man 180 Tage als genesen und somit ausreichend gegen eine Neuansteckung mit Corona geschützt. Doch mit der Verbreitung der Omikron-Variante reduzierte das RKI nun die Dauer des Genesenenstatus‘ von 6 Monate auf 90 Tage. Auch in NRW gilt die neue Regel seit Samstag (15. Januar)*.

Zur Begründung erklärte das RKI laut einer Mitteilung am Montag (17. Januar), dass im Vergleich zur Deltavariante der Schutz vor einer erneuten Infektion mit der Omikronvariante zeitlich stärker begrenzt sei. Ähnlich der Zeitspanne bis zur Booster-Impfung, die inzwischen laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bereits nach rund drei Monaten statt nach sechs Monaten für alle Erwachsenen nach vollständiger Grundimmunisierung empfohlen wird, wird nun auch der Status „genesen“ zeitlich verkürzt (mehr zur Corona-Pandemie im News-Ticker*).

Für die Impfung ist inzwischen klar, dass sie regelmäßig aufgefrischt werden muss. Und auch Genesenen wird empfohlen, sich trotz durchgemachter Erkrankung alsbald gegen das Virus impfen zu lassen. Denn noch ist nicht ausreichend geklärt, wie lange die Immunität gegen Corona anhält. Doch nicht nur die Antwort auf die Frage, wie lange man im Sinne der 2G-Regel als Genesen gilt, hat sich geändert. Auch die Fristen für die Nachweise, die Genesene erbringen müssen, um als Genesen zu gelten, haben sich geändert (mehr News rund um Corona in NRW*).

Corona-Regel 2G in NRW: Nachweise für Genesenen-Status kürzer gültig

Den Staus als Genesen erhalten alle, die eine Infektion hatten 28 Tage nachdem sie die Infektion durchgemacht haben. Davor gilt man noch nicht als genesen. Diese 28 Tage werden jedoch mit der 90 Tage-Zeitspanne verrechnet. Wie die Bild vorrechnet, gelten alle, die an Corona erkrankt waren, daher effektiv 62 Tage als „genesen“.

Präsident des RKI ist Lothar Wieler. Das Institut änderte nun die Vorgaben, wann und wie lange Menschen als „genesen“ gelten.

Zudem muss die Genesung durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR-Test) nachgewiesen sein. Wie oben beschrieben, muss das Datum der Testabnahme mindestens 28 Tage, höchsten aber 90 Tage zurückliegen, um als Genesen zu gelten. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hannibal Hanschke/AFP

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