Ende der Coronaschutzverordnung

NRW: Neue Corona-Regeln bringen viele Lockerungen für Geimpfte

Kurz vor Ende der aktuellen Coronaschutzverordnung ist NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute vor die Kameras getreten. Er hatte viele Neuigkeiten in Gepäck.

Hier sind die angekündigten NRW-Corona-Neuerungen aus der heutigen Pressekonferenz von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zum Nachlesen im Ticker:

Update, Dienstag (17. August), 14.05 Uhr: Düsseldorf – Schulpflichtige Kinder und Jugendliche müssen sich in NRW ab Freitag (20. August) nicht mehr auf das Coronavirus testen lassen. Sie gelten aufgrund der zwei wöchentlich stattfindenden Tests an den Schulen als getestet. Als Nachweis dafür gilt der Schülerausweis. Kinder bis zum Schuleintritt sind ohne getestet zu sein, getesteten Personen gleichgestellt.

NRW mit neuen Corona-Regeln ab 20. August – 3G-Regel greift ab Inzidenz von 35

Update, Dienstag (17. August), 13.55 Uhr: Düsseldorf – Die vier Inzidenzstufen in NRW sind vorerst Geschichte. Die neue, ab Freitag (20. August) greifende Coronaschutzverordnung, kennt nur noch einen Grenzwert: eine Inzidenz von 35.

Hat eine Stadt oder ein Kreis an fünf Tagen in Folge eine Inzidenz über 35, sollen die 3G-Regeln (geimpft, genesen, getestet) einheitlich in Innenbereichen (Events, Sport, Gastronomie, körpernahe Dienstleistungen wie Friseur, Kosmetik, Körperpflege; Beherbergung) greifen.

In Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen muss allerdings ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, ein Antigen-Schnelltest ist nicht ausreichend. Gleiches gilt bei sexuellen Dienstleistungen.

Die 3G-Regel gilt grundsätzlich immer, nicht nur ab einer Inzidenz von 35 in:

  • Krankenhäusern,
  • Alten- und Pflegeheimen,
  • besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe,
  • Unterkünften für Geflüchtete,
  • stationären Einrichtungen der Sozialhilfe.

Die Verordnung sieht aufgrund des Impffortschritts (aktuell 59 Prozent vollständig geimpft) keine Schließungen von Einrichtungen oder Verbote von Angeboten ab einem bestimmten Inzidenzwert vor.

Alle vier Wochen will die NRW-Landesregierung die Coronaschutzverordnung überprüfen. Heißt: Die Verordnung läuft am 17. September ab und muss dann neu geregelt werden.

NRW: 87 Prozent aller Corona-Patienten in Krankenhäusern haben keine Impfung

Update, Dienstag (17. August), 13.52 Uhr: Düsseldorf – Neben den grundlegenden Änderungen in der neuen Coronaschutzverordnung von NRW hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf die Situation der Corona-Erkrankten in den Krankenhäusern in NRW aufmerksam gemacht. 87 Prozent der dort stationierten Patienten hätten keine Impfung gegen das Virus. Laumann in Richtung der Nicht-Geimpften: „Ich kenne daher keinen rationalen Grund, warum sich ein Mensch nicht impfen lässt. Die Lage ist so eindeutig.“

Update, Dienstag (17. August), 13.50 Uhr: Düsseldorf – NRW startet im September mit den Auffrischungsimpfungen von vollständig Geimpften. Diese Menschen können sich dann eine weitere Impfung verabreichen lassen:

  • Menschen über 80 Jahren,
  • Menschen, die ihre Erst- und Zweitimpfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca hatten,
  • Menschen, die die Einfach-Impfung von Johnson & Johnson bekommen haben.

Termine für die dritte Impfung können ab sofort auch in den Impfzentren vereinbart werden. Wann jüngere Menschen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus bekommen können, ist noch unklar. Aber: Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen können sich unabhängig vom Alter eine Auffrischungsimpfung verabreichen lassen.

NRW will für Corona-Impfung von 12- bis 16-Jährigen werben

Update, Dienstag (17. August), 13.45 Uhr: Düsseldorf – Nach der gestrigen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), auch Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren zu impfen, will die NRW-Landesregierung nun in der Altersgruppe für eine Corona-Impfung werben. Bürger aus dieser Altersgruppe können ab sofort Termine in den Impfzentren machen oder sich bei niedergelassenen Ärzten impfen lassen. Impf-Teams sollen vorerst nicht flächendeckend in ganz NRW an die Schulen fahren.

Update, Dienstag (17. August), 13.35 Uhr: Düsseldorf – Laut Karl-Josef Laumann gibt es ab Freitag (20. August) in der neuen Coronaschutzverordnung keinen neuen Parameter, anhand dessen neue Regeln beschlossen werden. Die Inzidenz sei weiterhin der wichtigste Faktor. Daneben spielten aber auch die Impfquote, der R-Wert, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten und die Anzahl der Menschen im Krankenhaus und auf Intensivstationen eine wichtige Rolle bei der Bewertung der Corona-Lage in NRW.

Coronaschutzverordnung: Maskenpflicht bleibt in NRW größtenteils bestehen

Update, Dienstag (17. August), 13.05 Uhr: Düsseldorf – NRW-Gesundheitsminister Laumann hat angekündigt, in der neuen Coronaschutzverordnung, die am Freitag (20. August) greift, Menschen mit Impfung keine größeren Einschränkungen mehr vorschreiben zu wollen.

Die Maskenpflicht gelte aber für alle in Innenräumen weiter – egal ob geimpft oder nicht. In Außenbereichen gelte die Maskenpflicht weiterhin für alle bei Großveranstaltungen (außer am festen Sitzplatz) und in Menschenansammlungen – etwa Warteschlangen.

Bei Groß-Events im Innenbereich, in der Gastronomie innen, und bei körpernahen Dienstleistungen ist ab Freitag ein negativer Test nötig, sollte man nicht geimpft sein. Das Land setzt damit auf die bekannte 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet). Allerdings nur bei einer Inzidenz oberhalb von 35.

Corona in NRW: Karl-Josef Laumann äußert sich zu Regeln und Impfungen

Erstmeldung, Dienstag (17. August), 11.05 Uhr: Düsseldorf – Wie geht es in NRW* mit dem Coronavirus* weiter? Schließlich tritt am Donnerstag (19. August) die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes außer Kraft. Schon heute (17. August) könnte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) neue Regelungen verkünden (Wir berichten hier im Ticker). RUHR24* erklärt, was uns jetzt erwarten könnte.

NameKarl-Josef Laumann
AmtNRW-Gesundheitsminister
ParteiCDU

NRW: Corona-Pressekonferenz heute – Karl-Josef Laumann (CDU) tritt vor die Kameras

Offiziell will Laumann beim heutigen Presse-Briefing um 13 Uhr zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie und den nächsten Schritten in Sachen Impfungen informieren. Dabei wird ihn Universitätsprofessor Dr. med. Gernot Marx, Klinikdirektor für Operative Intensivmedizin der Universitätsklinik Aachen, unterstützen (hier weitere Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

Mit Spannung erwartet werden allerdings auch erste Aussagen Laumanns zu Änderungen in der nächsten Coronaschutzverordnung von NRW, die am Freitag (20. August) in Kraft treten wird.

NRW will sich nicht mehr nur an den Corona-Inzidenzen orientieren

Klar ist schon jetzt: Die Inzidenz soll in der neuen Verordnung nicht der einzige Parameter sein, anhand dessen künftige Corona-Regeln gemacht werden. Darauf einigten sich die Minister der Länder bei der vergangenen Corona-Konferenz am 10. August*.

Inzidenz, die Impfquote und die Zahl der schweren Krankheitsverläufe sowie die resultierende Belastung des Gesundheitswesens sollen künftig Maßstab für neue Maßnahmen sein.

Derweil könnte es im Herbst für Ungeimpfte in NRW ungemütlich werden, wenn für diese Bevölkerungsgruppe Einschränkungen gelten. Sogar Lockdowns nur für Ungeimpfte stehen zur Debatte.

Coronaschutzverordnung: Führt NRW wieder die Corona-Inzidenzstufe 3 ein?

Angesichts steigender Corona-Zahlen in NRW dürfte auch spannend sein, ob die bis zum 19. August ausgesetzte Inzidenzstufe 3* wieder eingeführt wird und es für Städte und Kommunen mit dauerhaften Inzidenzen über 50 strengere Regeln gibt. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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