Hendrik Wüst im Landtag

NRW lockert Corona-Regeln – aber nicht alle können sich freuen

Die Corona-Maßnahmen in NRW sollen „spürbar“ gelockert werden. Doch nicht jeder profitiert davon.

Düsseldorf – Die Inzidenzwerte in NRW sinken langsam, die Lage in den Krankenhäusern ist stabil. Am Dienstag (15. Februar) kündigt Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) weitgehende Lockerungen der Corona-Maßnahmen für die Bürger an. Doch nicht jeder wird in ihren Genuss kommen.

Corona-Maßnahmen in NRW sollen für Geimpfte „spürbar“ zurückgenommen werden

„Zu den ersten Schritten wird bei uns in NRW gehören, dass wir die Kontaktbeschränkungen für die Geimpften spürbar zurücknehmen.“ Zudem würden Erleichterungen für Gastronomie, Hotels und Großveranstaltungen geplant. Ungeimpfte Menschen müssen also weiter mit Einschränkungen rechnen.

Auch soll 2G im Handel aufgehoben werden, sagte Wüst bei der Unterrichtung des Landtags in Düsseldorf. Der Schaden sei hoch, das Risiko gering, eine Alternative vorhanden. „Die FFP2-Maske wird künftig der zentrale Schutzmechanismus beim Einkaufen sein“, sagte Wüst am Dienstag im NRW-Landtag.

Corona-Pandemie in NRW: Wüst fordert Impfpflicht für Pflegeeinrichtungen

Hendrik Wüst forderte erneut eine Impfpflicht für Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus müsse geregelt werden, wie man mit ungeimpften Menschen weiterhin umgeht. „Wir brauchen da Klarheit, um die Schwächsten in unserer Gesellschaft schützen zu können“, sagte Wüst.

Das wolle er am Mittwoch auch bei der nächsten Bund-Länder-Runde besprechen. Die bundesweiten Corona-Maßnahmen laufen ohne einen neuen Beschluss am 19. März aus.

Auch SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty hat die von Bund und Ländern angepeilte weitgehende Abschaffung der Corona-Schutzmaßnahmen begrüßt. „Der Preis für die Lockerungen, die wir uns jetzt erlauben, ist die Impfpflicht“, sagte der SPD-Landtagsfraktionschef in der Sondersitzung. (Mit DPA-Material)

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