Coronaschutzverordnung

NRW: Corona-Regeln – Impfpflicht ist kein Tabu-Thema mehr

Ab Mittwoch (Mittwoch, 24. November) gelten in NRW neue Corona-Regeln. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat diese jetzt vorgestellt.

Update, Dienstag (23. November), 13.18 Uhr: Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen gilt ab Mittwoch die neue Coronaschutzverordnung. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die neuen Regeln vorgestellt:

BundeslandNRW
HauptstadtDüsseldorf
GesundheitsministerKarl-Josef Laumann (CDU)

Neue Corona-Regeln in NRW gelten ab Mittwoch – in Bars und Diskotheken gilt 2G plus

2G-Regel: Im gesamten Freizeitbereich gilt die 2G-Regel. Restaurants, Theater, Kinos, Schwimmbäder oder auch Weihnachtsmärkte können nur von Geimpften und Genesenen besucht werden.

2G plus: Diese Regel gilt überall dort, wo Menschen sich näher kommen. Dazu zählen Tanzveranstaltungen, Bars, Diskotheken oder Karnevalsveranstaltungen.

3G-Regelung auf der Arbeit: Wie vom Bundestag beschlossen haben Arbeitnehmer ab sofort die Pflicht, dem Arbeitgeber ihren Impfstatus mitzuteilen. Wer nicht geimpft ist, muss täglich einen negativen Corona-Test vorlegen. Die 3G-Regel gilt auch an Hochschulen, Bibliotheken und Mensen. Gleiches gilt für Beerdigungen und Trauungen. Beim Friseur oder der medizinischen Fußpflege reicht ebenfalls ein Genesenen bzw. Geimpft-Nachweis oder ein negativer Corona-Test.

Die neuen Regeln gelten zunächst unabhängig von der Hospitalisierungsrate in den NRW-Kliniken (mehr Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Neue Corona-Regeln in NRW – Laumann schließt Impfpflicht nicht mehr aus

Abseits von ihrer Arbeit könnten Ungeimpfte eigentlich nur noch in Geschäfte gehen – sonst würden sie weitgehend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, erklärte Laumann weiter. Diese Menschen sollten nochmal überlegen, ob ihre „ablehnende Haltung“ zum Impfen wirklich verantwortbar sei. „Wer als nicht geimpfter irgendwo hingeht, muss damit rechnen, dass es rauskommt und dementsprechend mit Strafen rechnen“, so der Gesundheitsminister weiter.

Der 64-Jährige hatte in der Vergangenheit die allgemeine Impfpflicht lange ausgeschlossen. Hierzu äußerte er sich nun etwas differenziert: „Das kann nur der Deutsche Bundestag beschließen. Die aktuelle Diskussion über eine allgemeine Impfpflicht ist richtig.“ Und fügte hinzu: Falls man diesen Schritt gehe, sei es wichtig, dass es dafür in der Bevölkerung eine gewisse Akzeptanz gibt.

In Deutschland läuft eine Diskussion über eine allgemeine Impfpflicht.

Auch zum Thema Maskenpflicht in den Städten äußerte sich Karl-Josef Laumann bei der Pressekonferenz. „Wenn Kommunen das wollen, können sie in den Innenstädten wieder eine Maskenpflicht einführen“, so der CDU-Politiker. Die Stadt Bochum hatte erst am Dienstag wieder die Maskenpflicht eingeführt.

Ursprungsmeldung, Dienstag (23. November), 12.36 Uhr: Welche Regeln gelten jetzt in NRW? Die Landesregierung in Düsseldorf hat die Coronaschutzverordnung angepasst. Die basiert auf den Beratungen des Bund-Länder-Gipfels vom vergangenen Donnerstag (18. November).

NRW: Neue Coronaschutzverordnung greift – Karl-Josef Laumann informiert

Als große Neuerung ist im Freizeitbereich flächendeckend die 2G-Regel eingeführt worden. Nur noch Geimpfte und Genesene dürfen beispielsweise zu Weihnachtsmärkten oder Fußballspielen.

Bei besonders hohem Corona-Infektionsrisiko greift die 2G-Plus-Regel – Geimpfte und Genesene müssen sich in Discotheken oder Karnevalsfeiern zusätzlich testen lassen. Eine 3G-Regel gilt beispielsweise in Bus und Bahn, in der Innengastronomie oder in Krankenhäusern.

Rubriklistenbild: © Marius Becker

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