Zahlen für Nordrhein-Westfalen

Corona-Explosion: Schon 15 NRW-Städte sind fast bei 50er-Inzidenz

Laumann bei einer Pressekonferenz
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Bemüht sich um eine bessere Impfquote: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)

Die Corona-Zahlen in NRW steigen – schon 15 Städte und Kreise haben besorgniserregende Inzidenzen. Schon bald könnten sie noch drastischer anziehen.

Düsseldorf – Wo steuert NRW aktuell mit seiner Corona-Inzidenz hin? Aktuell färbt sich die Virus-Landkarte im 18-Millionen-Einwohner-Bundesland an einigen Stellen wieder bedrohlich rot.

Corona in NRW: Zahlen in vielen Städten und Kreisen explodieren – Inzidenz steigt

Am Montag (9. August) hatten laut Robert-Koch-Institut schon vier Städte eine 7-Tage-Inzidenz über 50:

Solingen76
Mönchengladbach63,2
Oberbgergischer Kreis52,6
Leverkusen51,9

Elf Städte und Kreise stehen aber in der „Warteschlange“ für einen Platz in den oberen Corona-Rängen von NRW. Diese Städte könnten schon in Kürze die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen knacken und haben aktuell folgende Inzidenz:

  • Bochum: 49,8
  • Köln: 49,6
  • Herford: 47,9
  • Düsseldorf: 45,7
  • Krefeld; 45,3
  • Wuppertal: 44,8
  • Hagen: 44,5
  • Paderborn: 44,5
  • Gütersloh: 43,3
  • Bonn: 41,6
  • Gelsenkirchen: 40,1

Auch der landesweite Corona-Inzidenz-Wert hat in Kürze die 50er Marke geknackt, sollten sich die Zahlen so weiterentwickeln. Am Montag (9. August) lag die Inzidenz bei 34,5. Zum Vergleich: Eine Woche zuvor, am 2. August, war sie bei 27, noch mal eine Woche davor war sie bei 18,5. Zur Erinnerung: Am 9. August 2020, als niemand eine Corona-Impfung in Deutschland hatte, lag die Inzidenz in NRW bei 13,5. Zu diesem Zeitpunkt wurde allerdings auch noch weniger getestet.

Corona in NRW: Inzidenz im Kreis Coesfeld ist am niedrigsten

Bis auf den Kreis Coesfeld (6,8) hat in NRW derzeit keine einzige Kommune eine einstellige Inzidenz. In den großen, oben nicht genannten Städten in NRW sehen die Inzidenzen derzeit so aus:

  • Duisburg: 35,7
  • Essen: 34,0
  • Dortmund: 33
  • Bielefeld: 29
  • Münster: 25,1
  • Oberhausen: 20,4

Steigende Corona-Zahlen bleiben in NRW nicht folgenlos: Seit dem 26. Juli befindet sich das Land in der sogenannten „Inzidenzstufe“ 1, wodurch Corona-Regeln wieder verschärft wurden.

Mit Beginn des neuen Schuljahres am 18. August könnten die Zahlen weiter drastisch steigen, wenn durch die regelmäßigen Tests noch mehr Fälle aufgedeckt werden. Dann könnte NRW schon bald in die nächste Inzidenzstufe rutschen, was wiederum schärfere Regeln zur Folge hätte.

Zu hoffen bleibt, dass die Zahl der Intensivpatienten in den NRW-Krankenhäusern weiterhin so niedrig bleibt, wie bislang. Laut DIVI-Intensivregister war der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbehandelten bei 2,3 Prozent. Doch auch hier ist die Tendenz steigend.

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