Mutationen des Coronavirus

NRW: Corona-Mutante verbreitet sich rasend schnell - einige neue Fälle in NRW

In Viersen ist die mutierte Virus-Variante aus Südafrika nachgewiesen worden. Es ist nicht der erste Fall in NRW. Doch das Cluster in Viersen zeigt, wie schnell sich die Mutante verbreitet.

Viersen/NRW – In einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung ist es zu einem Ausbruch des Coronavirus gekommen. 13 Mitarbeiter und elf Bewohner haben sich infiziert. Die Ausbreitung erfolgte rasant. Eine Sequenzierung einiger positiver Corona-Proben offenbart: Im Kreis Viersen in NRW breitet sich die mutierte Virus-Variante aus Südafrika aus.

VirusCoronavirus/Sars-CoV-2
VariantenB.1.1.7 (Großbritannien) und B.1.351 (Südafrika)
ErkrankungCovid-19

NRW: Corona-Mutation verbreitet sich im Kreis Viersen

Eigentlich sind es gute Nachrichten, die aktuell hier und da zu lesen sind: Der harte Lockdown scheint zu wirken. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinken. Sogar von ersten Plänen für Lockerungen in NRW ist laut WAZ die Rede. Dagegen scheint der erneute Nachweis der mutierten Corona-Variante im Kreis Viersen wie eine Hiobsbotschaft. Denn die Mutante scheint deutlich ansteckender zu sein, als jene Virus-Varianten, mit denen wir es bisher zu tun hatten.

Bei zwei Mitarbeitern des Behindertenwohnheims wurde die südafrikanische Variante B.1.351 nachgewiesen, teilte der Kreis Viersen am Mittwoch (27. Januar) mit. Bei allen weiteren Mitarbeitern und Bewohnern, die ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert sind, gehe man davon aus, dass auch sie das mutierte Virus, wie mehrere Patienten im Marienhospital in Steinfurt in sich tragen. Laut NRZ hatte das Kreis-Gesundheitsamt die Sequenzierung der Proben aus dem Wohnheim in Auftrag gegeben, nachdem sich das Virus auffallen schnell ausgebreitet hatte.

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NRW: Hochansteckende Mutationen des Coronavirus verbreitet sich

Das neue Cluster bei Viersen könnte jedem Plan für Lockerungen einen Strich durch die Rechnung machen. Denn die mutierte Virus-Variante aus Südafrika gilt – ebenso wie die Mutante aus Großbritannien – als deutlich ansteckender als bisher bekannte Coronavirus-Varianten.

Bisher war die Südafrika-Variante in NRW nur vereinzelt nachgewiesen worden. Erstmals hatte sich Mitte Januar in Bottrop eine Familie mit der Corona-Variante infiziert. Auch in Gütersloh und am Niederrhein waren vereinzelte Fälle nachgewiesen worden. Sorge bereitet nun aber, dass im Kreis Viersen womöglich 24 Neuinfektionen auf das mutierte Virus zurückgehen (mehr News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24.de).

Das NRW-Gesundheitsministerium geht nun gezielt auf die Suche nach den Virus-Varianten. Auch die Bundesregierung plant im Kampf gegen die Corona-Mutanten härter vorzugehen. Von Grenzschließungen und Einreiseverboten sei laut dem Tagesspiegel die Rede. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet warnte ebenfalls am Mittwoch (27. Januar) vor einer dritten Corona-Welle durch die Virus-Mutationen (mehr News zum Coronavirus im NRW-Live-Ticker).

Corona in NRW: Ausbreitung der neuen Virus-Varianten nicht mehr zu stoppen

Eine Ausbreitung der mutierten Virus-Varianten werde wahrscheinlich dennoch nicht verhindert werden können, so Laschet. Aber der Prozess könne verlangsamt werden. Es sei ein „Rennen mit der Zeit“, welches jedoch erneut einen konsequenten Lockdown und strenge Kontaktbeschränkungen erfordere.

Im Kreis Viersen ist man unterdessen bereits höchst alarmiert. Laut NRZ zeigt sich Landrat Andreas Coenen (CDU) besorgt: „Wir müssen noch vorsichtiger sein“ – weil sich Corona-Varianten so viel schneller ausbreiteten. Das Gesundheitsamt vor Ort will nun prüfen, wer die Corona-Mutante in die Behinderteneinrichtung getragen hat. Allerdings zweifelt eine Sprecherin laut RP Online daran, dass das in diesem Fall tatsächlich eindeutig zu ermitteln sei.

Rubriklistenbild: © Skanda Gautam/dpa

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